Behandelte Fragestellungen und Forschungsmotivation

 

Im Jahre 2007 stellte Dr. A. Edelbrock in Köln die Forschungsergebnisse einer einjährigen Pilotstudie vor, die zum Thema „Interkulturelle und interreligiöse Bildung in Kindertagesstätten“ unter den Religionspädagogen Prof. Dr. A. Biesinger und Prof. Dr. F. Schweitzer durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler der Universität Tübingen erhielten bei ihrer Arbeit finanzielle Unterstützung von der Stiftung Ravensburger Verlag.

Die Forschungsmotivation der Studie war die Untersuchung des Zusammenhangs interkultureller und interreligiöser Bildung in deutschen Kindertagesstätten. Biesinger und Schweitzer wollen sowohl Missstände, als auch bereits praktisch angewandte Lösungsansätze identifizieren und somit einen innovativen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation leisten. Denn laut UN Kinderrecht hat jedes Kind das Recht auf Religion und religiöse Bildung – ein Anspruch dem laut der Untersuchungsergebnisse bei Weitem nicht alle Kindertagesstätten gerecht werden.

Zentral für die Pilotstudie waren Fragen, die sich sowohl an die Kinder selbst, als auch an die Erzieherinnen und Erzieher und an die Eltern richteten. Welche religiösen und kulturellen Fragen haben Kinder und wie kann man diese kindgerecht behandeln? Reicht es, die im Kindergarten vertretenen Religionen mit den Kindern zu erörtern oder sollten auch komplett fremde Glaubensrichtungen betrachtet werden? Welche Grenzen hat der kindliche Intellekt und wie können Erzieherinnen und Erzieher diesen Grenzen begegnen? Was wünschen sich Eltern im Bezug auf interkulturelle und religiöse Erziehung von Kindertagesstätten? Dies stellt nur eine kleine Auswahl der in der Studie behandelten Themenschwerpunkte dar.

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