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Hochzeitsmahl - Johannes - Jesus - Reich - Tempel - Bild - Zwei - Jerusalem

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Wahre Groesse im Reich Gottes.
Mk 10,35-45.

20.20 Dann trat die Mutter der Soehne des Zebedaeus mit ihren
Soehnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm
erbitten. 20.21 Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt
zu ihm: Bestimme, dass diese meine zwei Soehne einer zu deiner
Rechten und einer zu deiner Linken sitzen moegen in deinem Reich.
20.22 Jesus aber antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, um was
ihr bittet. Koennt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?
Sie sagen zu ihm: Wir koennen es. 20.23 Er spricht zu ihnen:
Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner
Rechten und zu [meiner] Linken zu vergeben, steht nicht bei mir,
sondern [ist fuer die], denen es von meinem Vater bereitet ist.
20.24 Und als die Zehn es hoerten, wurden sie unwillig ueber die
zwei Brueder. 20.25 Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr
wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die
Grossen Gewalt gegen sie ueben. 20.26 Unter euch wird es nicht
so sein; sondern wenn jemand unter euch gross werden will, wird
er euer Diener sein, 20.27 und wenn jemand unter euch der
Erste sein will, wird er euer Sklave sein; 20.28 gleichwie der
Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden,
sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Loesegeld fuer
viele.
Heilung zweier Blinder.
Mk 10,46-52; Lk 18,35-43; vgl. Kap. 9,27-31; Mk 8,22-26.

20.29 Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine grosse
Volksmenge. 20.30 Und siehe, zwei Blinde, die am Weg sassen und
hoerten, dass Jesus voruebergehe, schrien und sprachen: Erbarme
dich unser, Herr, Sohn Davids! 20.31 Die Volksmenge aber
bedrohte sie, dass sie schweigen sollten. Sie aber schrien noch
mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!
20.32 Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was
wollt ihr, dass ich euch tun soll? 20.33 Sie sagen zu ihm:
Herr, dass unsere Augen aufgetan werden. 20.34 Jesus aber,
innerlich bewegt, ruehrte ihre Augen an; und sogleich wurden sie
sehend, und sie folgten ihm nach.
21 Einzug in Jerusalem.
Mk 11,1-11; Lk 19,28-40; Joh 12,12-19.

21.1 Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen, an
den Oelberg, da sandte Jesus zwei Juenger 21.2 und sprach zu
ihnen: Geht hin in das Dorf, das euch gegenueberliegt; und
sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen
bei ihr. Bindet sie los und fuehrt sie zu mir! 21.3 Und wenn
jemand etwas zu euch sagt, so sollt ihr sprechen: Der Herr
braucht sie, und sogleich wird er sie senden. 21.4 Dies alles
aber ist geschehen, damit erfuellt wuerde, was durch den Propheten
geredet ist, der spricht: 21.5 `Sagt der Tochter Zion: Siehe,
dein Koenig kommt zu dir, sanftmuetig und auf einer Eselin
reitend, und [zwar] auf einem Fohlen, des Lasttiers Jungen.
21.6 Als aber die Juenger hingegangen waren und getan hatten,
wie Jesus ihnen aufgetragen, 21.7 brachten sie die Eselin und
das Fohlen und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich
darauf. 21.8 Und eine sehr grosse Volksmenge breitete ihre
Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den
Baeumen und streuten sie auf den Weg. 21.9 Die Volksmengen
aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und
sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt
im Namen des Herrn! Hosanna in der Hoehe! 21.10 Und als er in
Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach:
Wer ist dieser? 21.11 Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist
Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galilaea.
Tempelreinigung.
Mk 11,15-19; Lk 19,45-48; vgl. Joh 2,13-17.

21.12 Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle
hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der
Wechsler und die Sitze der Taubenverkaeufer stiess er um. 21.13
Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: `Mein Haus wird
ein Bethaus genannt werden; ihr aber habt es zu einer
`Raeuberhoehle gemacht. 21.14 Und es traten Blinde und Lahme in
dem Tempel zu ihm, und er heilte sie. 21.15 Als aber die
Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er
tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosanna
dem Sohn Davids! wurden sie unwillig 21.16 und sprachen zu
ihm: Hoerst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja,
habt ihr nie gelesen: `Aus dem Mund der Unmuendigen und Saeuglinge
hast du dir Lob bereitet? 21.17 Und er verliess sie und ging
zur Stadt hinaus nach Bethanien und uebernachtete dort.
Der verdorrende Feigenbaum und das Glaubensgebet.

Mk 11,12-14.20-24.

21.18 Des Morgens frueh aber, als er in die Stadt zurueckkehrte,
hungerte ihn. 21.19 Und als er einen Feigenbaum an dem Weg
sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blaetter.
Und er spricht zu ihm: Nimmermehr komme Frucht von dir in
Ewigkeit! Und sogleich verdorrte der Feigenbaum. 21.20 Und als
die Juenger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist
der Feigenbaum sogleich verdorrt? 21.21 Jesus aber antwortete
und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben
habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem
Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg
sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es
geschehen. 21.22 Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend
begehrt, werdet ihr empfangen.
Die Frage nach der Vollmacht Jesu.
Mk 11,27-33; Lk 20,1-8.

21.23 Und als er in den Tempel kam, traten, als er lehrte, die
Hohenpriester und die Aeltesten des Volkes zu ihm und sprachen:
In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Und wer hat dir diese
Vollmacht gegeben? 21.24 Jesus aber antwortete und sprach zu
ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen, und wenn ihr es mir
sagt, so werde auch ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich
diese Dinge tue. 21.25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom
Himmel oder von Menschen? Sie aber ueberlegten bei sich selbst
und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird er zu uns
sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? 21.26 Wenn wir
aber sagen: von Menschen, so haben wir die Volksmenge zu
fuerchten, denn alle halten Johannes fuer einen Propheten. 21.27
Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht. Da
sagte auch er zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher
Vollmacht ich diese Dinge tue.
Gleichnis von den ungleichen Soehnen.
21.28 Was meint ihr aber [hierzu]? Ein Mensch hatte zwei
Soehne, und er trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh
heute hin, arbeite im Weinberg! 21.29 Der aber antwortete und
sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging
hin. 21.30 Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso.
Der aber antwortete und sprach: Ich [gehe], Herr; und er ging
nicht. 21.31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters
getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich,
ich sage euch, dass die Zoellner und die Huren euch vorangehen in
das Reich Gottes. 21.32 Denn Johannes kam zu euch im Weg der
Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zoellner aber und
die Huren glaubten ihm; euch aber, als ihr es saht, gereute es
auch danach nicht, um ihm zu glauben.
Gleichnis von den Weingaertnern.
Mk 12,1-12; Lk 20,9-19.

21.33 Hoert ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der
einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine
Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn
an Weingaertner und reiste ausser Landes. 21.34 Als aber die
Zeit der Fruechte nahte, sandte er seine Knechte zu den
Weingaertnern, um seine Fruechte zu empfangen. 21.35 Und die
Weingaertner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen
anderen toeteten sie, einen anderen steinigten sie. 21.36
Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie
taten ihnen ebenso. 21.37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn
zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn
scheuen! 21.38 Als aber die Weingaertner den Sohn sahen,
sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, lasst uns
ihn toeten und sein Erbe in Besitz nehmen! 21.39 Und sie nahmen
ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und toeteten ihn. 21.40
Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen
Weingaertnern tun? 21.41 Sie sagen zu ihm: Er wird jene
Uebeltaeter uebel umbringen, und den Weinberg wird er an andere
Weingaertner verpachten, die ihm die Fruechte abgeben werden zu
ihrer Zeit. 21.42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den
Schriften gelesen: `Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies
geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen? 21.43
Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch
weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Fruechte
bringen wird. 21.44 Und wer auf diesen Stein faellt, wird
zerschmettert werden; aber auf wen er fallen wird, den wird er
zermalmen. 21.45 Und als die Hohenpriester und die Pharisaeer
seine Gleichnisse gehoert hatten, erkannten sie, dass er von ihnen
redete. 21.46 Und als sie ihn zu greifen suchten, fuerchteten
sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn fuer einen Propheten.
22 Gleichnis vom Hochzeitsmahl.
vgl. Lk 14,16-24.

22.1 Und Jesus begann und redete wieder in Gleichnissen zu
ihnen und sprach: 22.2 Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit
einem Koenig, der seinem Sohn Hochzeit machte. 22.3 Und er
sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu
rufen; und sie wollten nicht kommen. 22.4 Wiederum sandte er
andere Knechte aus und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, mein
Mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind
geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! 22.5
Sie aber achteten es nicht und gingen hin, der eine auf seinen
Acker, der andere an seinen Handel. 22.6 Die uebrigen aber
ergriffen seine Knechte, misshandelten und toeteten sie. 22.7
Der Koenig aber wurde zornig und sandte seine Truppen aus,
brachte jene Moerder um und steckte ihre Stadt in Brand. 22.8
Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit,
aber die Geladenen waren nicht wuerdig; 22.9 so geht nun hin
auf die Kreuzwege der Landstrassen, und so viele immer ihr finden
werdet, ladet zur Hochzeit. 22.10 Und jene Knechte gingen aus
auf die Landstrassen und brachten alle zusammen, so viele sie
fanden, Boese wie Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von
Gaesten. 22.11 Als aber der Koenig hereinkam, die Gaeste zu
besehen, sah er dort einen Menschen, der nicht mit einem
Hochzeitskleid bekleidet war. 22.12 Und er spricht zu ihm:
Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du kein
Hochzeitskleid hast? Er aber verstummte. 22.13 Da sprach der
Koenig zu den Dienern: Bindet ihm Fuesse und Haende, und werft ihn
hinaus in die aeussere Finsternis: da wird das Weinen und das
Zaehneknirschen sein. 22.14 Denn viele sind Berufene, wenige
aber Auserwaehlte.
Die Frage nach der Steuer.
Mk 12,13-17; Lk 20,20-26.

22.15 Dann gingen die Pharisaeer hin und hielten Rat, wie sie
ihn bei einem Ausspruch fangen koennten. 22.16 Und sie senden
ihre Juenger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir
wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit
lehrst und dich um niemand kuemmerst, denn du siehst nicht auf
die Person der Menschen. 22.17 Sage uns nun, was denkst du:
Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? 22.18
Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr
mich, Heuchler? 22.19 Zeigt mir die Steuermuenze! Sie aber
ueberreichten ihm einen Denar. 22.20 Und er spricht zu ihnen:
Wessen Bild und Aufschrift ist das? 22.21 Sie sagen zu ihm:
Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was
des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. 22.22 Und als sie
[das] hoerten, wunderten sie sich und liessen ihn und gingen weg.

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