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Rechte Nachfolge.
Lk 9,57-62.

8.18 Als aber Jesus eine grosse Volksmenge um sich sah, befahl
er, an das jenseitige Ufer wegzufahren. 8.19 Und ein
Schriftgelehrter kam heran und sprach zu ihm: Lehrer, ich will
dir nachfolgen, wohin du auch gehst. 8.20 Und Jesus spricht zu
ihm: Die Fuechse haben Hoehlen und die Voegel des Himmels Nester,
aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
8.21 Ein anderer aber von seinen Juengern sprach zu ihm: Herr,
erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben.
8.22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die
Toten ihre Toten begraben.
Stillung des Sturmes.
Mk 4,35-41; Lk 8,22-25.

8.23 Und als er in das Schiff gestiegen war, folgten ihm seine
Juenger. 8.24 Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm auf
dem See, so dass das Schiff von den Wellen bedeckt wurde; er aber
schlief. 8.25 Und die Juenger traten hinzu, weckten ihn auf und
sprachen: Herr, rette [uns], wir kommen um! 8.26 Und er
spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleinglaeubige? Dann
stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand
eine grosse Stille. 8.27 Die Menschen aber wunderten sich und
sprachen: Was fuer einer ist dieser, dass auch die Winde und der
See ihm gehorchen?
Heilung zweier Besessener.
Mk 5,1-20; Lk 8,26-39.

8.28 Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das
Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den
Grueften hervorkamen. [Sie waren] sehr boesartig, so dass niemand
auf jenem Weg vorbeigehen konnte. 8.29 Und siehe, sie schrien
und sprachen: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes?
Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quaelen? 8.30 Es
war aber fern von ihnen eine grosse Herde Schweine, die da
weideten. 8.31 Die Daemonen aber baten ihn und sprachen: Wenn
du uns austreibst, so sende uns in die Herde Schweine. 8.32
Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Sie aber fuhren aus und fuhren
in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stuerzte sich den
Abhang hinab in den See, und sie kamen um in dem Gewaesser.
8.33 Die Hueter aber flohen und gingen in die Stadt und
verkuendeten alles und das von den Besessenen. 8.34 Und siehe,
die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen, und als sie ihn
sahen, baten sie, dass er aus ihrem Gebiet weggehen moechte.
9 Heilung eines Gelaehmten.
Mk 2,1-12; Lk 5,17-26.

9.1 Und er stieg in das Schiff, setzte ueber und kam in seine
eigene Stadt. 9.2 Und siehe, sie brachten einen Gelaehmten zu
ihm, der auf einem Bett lag; und als Jesus ihren Glauben sah,
sprach er zu dem Gelaehmten: Sei guten Mutes, mein Sohn, deine
Suenden sind vergeben. 9.3 Und siehe, einige von den
Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser laestert. 9.4
Und als Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr
Arges in euren Herzen? 9.5 Denn was ist leichter zu sagen:
Deine Suenden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh
umher? 9.6 Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen
Vollmacht hat, auf der Erde Suenden zu vergeben . . . Dann sagt
er zu dem Gelaehmten: Steh auf, nimm dein Bett auf, und geh in
dein Haus! 9.7 Und er stand auf und ging in sein Haus. 9.8
Als aber die Volksmengen es sahen, fuerchteten sie sich und
verherrlichten Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben
hat.
Berufung des Matthaeus.
Mk 2,13-17; Lk 5,27-32.

9.9 Und als Jesus von dort weiterging, sah er einen Menschen
mit Namen Matthaeus am Zollhaus sitzen, und er spricht zu ihm:
Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach. 9.10 Und
es geschah, als er in dem Haus zu Tisch lag, siehe, da kamen
viele Zoellner und Suender und lagen zu Tisch mit Jesus und seinen
Juengern. 9.11 Und als die Pharisaeer es sahen, sprachen sie zu
seinen Juengern: Warum isst euer Lehrer mit den Zoellnern und
Suendern? 9.12 Als aber er es hoerte, sprach er: Nicht die
Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. 9.13 Geht
aber hin und lernt, was das ist: `Ich will Barmherzigkeit und
nicht Schlachtopfer. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu
rufen, sondern Suender.
Die Frage nach dem Fasten.
Mk 2,18-22; Lk 5,33-39.

9.14 Dann kommen die Juenger des Johannes zu ihm und sagen:
Warum fasten wir und die Pharisaeer oft, deine Juenger aber fasten
nicht? 9.15 Und Jesus sprach zu ihnen: Koennen etwa die
Hochzeitsgaeste trauern, solange der Braeutigam bei ihnen ist? Es
werden aber Tage kommen, da der Braeutigam von ihnen weggenommen
sein wird, und dann werden sie fasten. 9.16 Niemand aber setzt
einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Kleid; denn das
Eingesetzte reisst von dem Kleid ab, und der Riss wird schlimm4er.
9.17 Auch fuellt man nicht neuen Wein in alte Schlaeuche; sonst
zerreissen die Schlaeuche, und der Wein wird verschuettet, und die
Schlaeuche verderben; sondern man fuellt neuen Wein in neue
Schlaeuche, und beide bleiben zusammen erhalten.
Heilung der blutfluessigen Frau - Auferweckung der Tochter des Jairus.
Mk 5,21-43; Lk 8,40-56.

9.18 Waehrend er dies zu ihnen redete, siehe, da kam ein
Vorsteher herein und warf sich vor ihm nieder und sprach: Meine
Tochter ist eben jetzt verschieden; aber komm und lege deine
Hand auf sie, so wird sie leben. 9.19 Und Jesus stand auf und
folgte ihm, und seine Juenger. 9.20 Und siehe, eine Frau, die
zwoelf Jahre blutfluessig war, trat von hinten heran und ruehrte
die Quaste seines Kleides an; 9.21 denn sie sprach bei sich
selbst: Wenn ich nur sein Kleid anruehre, so werde ich geheilt
werden. 9.22 Jesus aber wandte sich um, und als er sie sah,
sprach er: Sei guten Mutes, Tochter; dein Glaube hat dich
geheilt. Und die Frau war geheilt von jener Stunde an. 9.23
Und als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Pfeifer und
die laermende Volksmenge sah, 9.24 sprach er: Geht fort, denn
das Maedchen ist nicht gestorben, sondern es schlaeft. Und sie
lachten ihn aus. 9.25 Als aber die Volksmenge hinausgetrieben
war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; und das
Maedchen stand auf. 9.26 Und das Geruecht hiervon ging aus in
jene ganze Gegend.
Heilung zweier Blinder.
vgl. Kap. 20,29-34; Mk 8,22-26; 10,46-52; Lk 18,35-43.

9.27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei
Blinde, die schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn
Davids! 9.28 Als er aber in das Haus gekommen war, traten die
Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich
dies tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr. 9.29 Dann ruehrte er
ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!
9.30 Und ihre Augen wurden aufgetan; und Jesus bedrohte sie
und sprach: Seht zu, niemand erfahre es! 9.31 Sie aber gingen
aus und machten ihn bekannt in jener ganzen Gegend.
Heilung eines stummen Besessenen.
9.32 Als sie aber weggingen, siehe, da brachten sie einen
stummen Menschen zu ihm, der besessen war. 9.33 Und als der
Daemon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Volksmengen
wunderten sich und sprachen: Niemals wurde so etwas in Israel
gesehen. 9.34 Die Pharisaeer aber sagten: Er treibt die Daemonen
aus durch den Obersten der Daemonen.
Aussendung der zwoelf Apostel.
9.35 Und Jesus zog umher durch alle Staedte und Doerfer und
lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des
Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen.

9.36 Als er aber die Volksmenge sah, wurde er innerlich bewegt
ueber sie, weil sie erschoepft und verschmachtet waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben. 9.37 Dann spricht er zu seinen
Juengern: Die Ernte zwar ist gross, der Arbeiter aber sind wenige.
9.38 Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende
in seine Ernte!

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