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Lukas - Kleider - Matthaeus - Barabbas - Judas - Jesu - Tag - Blut

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Vor dem Hohen Rat.
Mk 14,53-65; Lk 22,54.55.63-71; Joh 18,13.14.19-24.

26.57 Die aber Jesus gegriffen hatten, fuehrten ihn weg zu
Kaiphas, dem Hohenpriester, wo die Schriftgelehrten und die
Aeltesten versammelt waren. 26.58 Petrus aber folgte ihm von
fern bis zu dem Hof des Hohenpriesters und ging hinein und
setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang zu sehen.

26.59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten
falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; 26.60
und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten.
Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herbei 26.61 und
sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und
in drei Tagen ihn wieder aufbauen. 26.62 Und der Hohepriester
stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen
diese gegen dich? 26.63 Jesus aber schwieg. Und der
Hohepriester sagte zu ihm: Ich beschwoere dich bei dem lebendigen
Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn
Gottes! 26.64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch
ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen
sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des
Himmels. 26.65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und
sprach: Er hat gelaestert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe,
jetzt habt ihr die Laesterung gehoert. 26.66 Was meint ihr? Sie
aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.
26.67 Dann spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit
Faeusten; einige aber schlugen [ihn ins Gesicht] 26.68 und
sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug?
Verleugnung durch Petrus.
Mk 14,66-72; Lk 22,56-62; Joh 18,15-18.25-27.

26.69 Petrus aber sass draussen im Hof; und es trat eine Magd zu
ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galilaeer. 26.70
Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiss nicht, was du
sagst. 26.71 Als er aber in das Torgebaeude hinausgegangen war,
sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren:
Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoraeer. 26.72 Und wieder
leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! 26.73
Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu
Petrus: Wahrhaftig, auch du bist [einer] von ihnen, denn auch
deine Sprache verraet dich. 26.74 Da fing er an, sich zu
verwuenschen und zu schwoeren: Ich kenne den Menschen nicht! Und
gleich darauf kraehte der Hahn. 26.75 Und Petrus gedachte des
Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kraeht, wirst du mich
dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
Ueberlieferung an Pilatus.
Mk 15,1; Lk 22,66; 23,1; Joh 18,28.

27.1 Als es aber Morgen geworden war, hielten alle
Hohenpriester und Aeltesten des Volkes Rat gegen Jesus, um ihn zu
Tode zu bringen. 27.2 Und nachdem sie ihn gebunden hatten,
fuehrten sie ihn weg und ueberlieferten ihn dem Statthalter
Pontius Pilatus.
Ende des Judas.
Apg 1,16-19.

27.3 Als nun Judas, der ihn ueberliefert hatte, sah, dass er
verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreissig
Silberlinge den Hohenpriestern und den Aeltesten zurueck 27.4
und sagte: Ich habe gesuendigt, denn ich habe schuldloses Blut
ueberliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu!
27.5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich
davon und ging hin und erhaengte sich. 27.6 Die Hohenpriester
aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht erlaubt,
sie in den Tempelschatz zu werfen, weil es Blutgeld ist. 27.7
Sie hielten aber Rat und kauften dafuer den Acker des Toepfers zum
Begraebnis fuer die Fremden. 27.8 Deswegen ist jener Acker
Blutacker genannt worden bis auf den heutigen Tag. 27.9 Da
wurde erfuellt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der
spricht: `Und sie nahmen die dreissig Silberlinge, den Preis des
Geschaetzten, den man geschaetzt hatte seitens der Soehne Israels,
27.10 und gaben sie fuer den Acker des Toepfers, wie mir der
Herr befohlen hat.
Anklage vor Pilatus.
Mk 15,2-5; Lk 23,2-5; Joh 18,29-38.

27.11 Jesus aber wurde dem Statthalter vorgefuehrt. Und der
Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der Koenig der Juden?
Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. 27.12 Und als er von
den Hohenpriestern und den Aeltesten angeklagt wurde, antwortete
er nichts. 27.13 Da spricht Pilatus zu ihm: Hoerst du nicht,
wie vieles sie gegen dich vorbringen? 27.14 Und er antwortete
ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so dass der Statthalter
sich sehr wunderte.
Freilassung fuer Barabbas - Todesurteil fuer Jesus.
Mk 15,6-15; Lk 23,13-25; Joh 18,39.40; 19,1.16.

27.15 Zum Fest aber war der Statthalter gewohnt, der
Volksmenge einen Gefangenen loszugeben, den sie verlangten.
27.16 Sie hatten aber damals einen beruechtigten Gefangenen,
mit Namen Barabbas. 27.17 Als sie nun versammelt waren, sprach
Pilatus zu ihnen: Wen wollt ihr, dass ich euch losgeben soll,
Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird? 27.18 Denn er
wusste, dass sie ihn aus Neid ueberliefert hatten. 27.19 Waehrend
er aber auf dem Richterstuhl sass, sandte seine Frau zu ihm und
liess [ihm] sagen: Habe du nichts zu schaffen mit jenem
Gerechten! Denn im Traum habe ich heute um seinetwillen viel
gelitten. 27.20 Aber die Hohenpriester und die Aeltesten
ueberredeten die Volksmengen, dass sie den Barabbas forderten,
Jesus aber umbraechten. 27.21 Der Statthalter aber antwortete
und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden wollt ihr, dass ich
euch losgebe? Sie aber sprachen: Barabbas. 27.22 Pilatus
spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, der Christus
genannt wird? Sie sagen alle: Er werde gekreuzigt! 27.23 Der
Statthalter aber sagte: Was hat er denn Boeses getan? Sie aber
schrien uebermaessig und sagten: Er werde gekreuzigt! 27.24 Als
aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr
ein Tumult entstand, nahm er Wasser, wusch seine Haende vor der
Volksmenge und sprach: Ich bin schuldlos an dem Blut dieses
Gerechten. Seht ihr zu! 27.25 Und das ganze Volk antwortete
und sprach: Sein Blut [komme] ueber uns und ueber unsere Kinder!
27.26 Dann gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber liess er
geisseln und ueberlieferte ihn, damit er gekreuzigt werde.
Verspottung durch die Soldaten.
Mk 15,16-20; Joh 19,2-5.

27.27 Dann nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit in
das Praetorium und versammelten um ihn die ganze Schar; 27.28
und sie zogen ihn aus und legten ihm einen scharlachroten Mantel
um. 27.29 Und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten
sie auf sein Haupt und [gaben ihm] ein Rohr in seine Rechte; und
sie fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn und sagten:
Sei gegruesst, Koenig der Juden! 27.30 Und sie spien ihn an,
nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt. 27.31 Und als
sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und
zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie fuehrten ihn ab, um
ihn zu kreuzigen.
Golgatha: Kreuzigung.
Mk 15,21-32; Lk 23,26-43; Joh 19,16-27.

27.32 Als sie aber hinauszogen, trafen sie einen Mann von
Kyrene, mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er sein Kreuz
trage. 27.33 Und als sie an einen Ort gekommen waren, genannt
Golgatha, das heisst Schaedelstaette, 27.34 gaben sie ihm mit
Galle vermischten Wein zu trinken; und als er davon gekostet
hatte, wollte er nicht trinken. 27.35 Als sie ihn aber
gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das
Los warfen. 27.36 Und sie sassen und bewachten ihn dort.
27.37 Und sie befestigten oben ueber seinem Haupt seine
Beschuldigungsschrift: Dies ist Jesus, der Koenig der Juden.
27.38 Dann werden zwei Raeuber mit ihm gekreuzigt, einer zur
Rechten und einer zur Linken.

27.39 Die Voruebergehenden aber laesterten ihn, schuettelten ihre
Koepfe 27.40 und sagten: Der du den Tempel abbrichst und in
drei Tagen aufbaust, rette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn
bist, so steige herab vom Kreuz. 27.41 Ebenso aber spotteten
auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Aeltesten und
sprachen: 27.42 Andere hat er gerettet, sich selbst kann er
nicht retten. Er ist Israels Koenig, so steige er jetzt vom Kreuz
herab, und wir wollen an ihn glauben. 27.43 Er vertraute auf
Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn liebt; denn er sagte: Ich
bin Gottes Sohn. 27.44 Auf dieselbe Weise schmaehten ihn auch
die Raeuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
Golgatha: Tod.
Mk 15,33-41; Lk 23,44-49; Joh 19,28-30.

27.45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis ueber
das ganze Land bis zur neunten Stunde; 27.46 um die neunte
Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli,
Eli, lema sabachthani? Das heisst: Mein Gott, mein Gott, warum
hast du mich verlassen? 27.47 Als aber einige von den
Umstehenden es hoerten, sagten sie: Der ruft den Elia. 27.48
Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, fuellte
ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu
trinken. 27.49 Die uebrigen aber sagten: Halt, lasst uns sehen,
ob Elia kommt, ihn zu retten! 27.50 Jesus aber schrie wieder
mit lauter Stimme und gab den Geist auf. 27.51 Und siehe, der
Vorhang des Tempels zerriss in zwei [Stuecke],von oben bis unten;
und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, 27.52 und die
Gruefte taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen
Heiligen wurden auferweckt; 27.53 und sie gingen nach seiner
Auferweckung aus den Grueften und gingen in die heilige Stadt und
erschienen vielen.

27.54 Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus
bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fuerchteten
sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!

27.55 Es sahen aber dort viele Frauen von fern zu, die Jesus
von Galilaea nachgefolgt waren und ihm gedient hatten; 27.56
unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, des Jakobus und
Joses Mutter, und die Mutter der Soehne des Zebedaeus.
Grablegung.
Mk 15,42-47; Lk 23,50-56; Joh 19,38-42.

27.57 Als es aber Abend geworden war, kam ein reicher Mann von
Arimathaea, mit Namen Joseph, der auch selbst ein Juenger Jesu
war. 27.58 Dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib
Jesu. Da befahl Pilatus, [den Leib] zu uebergeben. 27.59 Und
Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch
27.60 und legte ihn in seine neue Gruft, die er in den Felsen
ausgehauen hatte; und er waelzte einen grossen Stein an die Tuer
der Gruft und ging weg. 27.61 Es waren aber dort Maria
Magdalena und die andere Maria, die dem Grab gegenueber sassen.

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