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Endzeitrede: Ankunft des Menschensohnes.
Mt 24,29-31; Lk 21,25-28.

13.24 Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne
verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben;
13.25 und die Sterne werden vom Himmel herabfallen, und die
Kraefte in den Himmeln werden erschuettert werden. 13.26 Und
dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit
grosser Macht und Herrlichkeit. 13.27 Und dann wird er die
Engel aussenden und seine Auserwaehlten versammeln von den vier
Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Endzeitrede: Ermahnung zur Wachsamkeit.
Mt 24,32-44; Lk 21,29-36.

13.28 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein
Zweig schon weich geworden ist und die Blaetter hervortreibt,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 13.29 So sollt auch ihr,
wenn ihr dies geschehen seht, erkennen, dass es nahe vor der Tuer
ist. 13.30 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird
nicht vergehen, bis alles dies geschehen ist. 13.31 Der Himmel
und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht
vergehen. 13.32 Von jenem Tag aber oder der Stunde weiss
niemand, weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur
der Vater. 13.33 Seht zu, wacht! Denn ihr wisst nicht, wann die
Zeit ist. 13.34 Wie ein Mensch, der ausser Landes reiste, sein
Haus verliess und seinen Knechten die Vollmacht gab, einem jeden
sein Werk, und dem Tuerhueter einschaerfte, dass er wache, 13.35
so wacht nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses
kommt, ob des Abends oder um Mitternacht oder um den
Hahnenschrei oder fruehmorgens, 13.36 damit er nicht, wenn er
ploetzlich kommt, euch schlafend finde. 13.37 Was ich aber euch
sage, sage ich allen: Wacht!
14 Anschlag der Hohenpriester.
Mt 26,1-5; Lk 22,1.2.

14.1 Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der
ungesaeuerten Brote. Und die Hohenpriester und die
Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List greifen und toeten
koennten; 14.2 denn sie sagten: Nicht an dem Fest, damit nicht
etwa ein Aufruhr des Volkes entsteht.
Salbung Jesu in Bethanien.
Mt 26,6-13; Joh 12,1-8.

14.3 Und als er in Bethanien war, in dem Hause Simons des
Aussaetzigen, kam, waehrend er zu Tisch lag, eine Frau, die ein
Alabasterflaeschchen mit Salboel von echter, kostbarer Narde
hatte; sie zerbrach das Flaeschchen und goss es aus auf sein
Haupt. 14.4 Es waren aber einige bei sich selbst unwillig:
Wozu ist diese Verschwendung des Salboels geschehen? 14.5 Denn
dieses Salboel haette fuer mehr als dreihundert Denare verkauft und
den Armen gegeben werden koennen. Und sie fuhren sie an. 14.6
Jesus aber sprach: Lasst sie! Was macht ihr ihr Muehe? Sie hat ein
gutes Werk an mir getan; 14.7 denn die Armen habt ihr allezeit
bei euch, und wenn ihr wollt, koennt ihr ihnen wohltun; mich aber
habt ihr nicht allezeit. 14.8 Sie hat getan, was sie konnte;
sie hat im voraus meinen Leib zum Begraebnis gesalbt. 14.9 Aber
wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt werden wird
in der ganzen Welt, wird auch von dem, was sie getan hat,
geredet werden zu ihrem Gedaechtnis.
Verrat des Judas.
Mt 26,14-16; Lk 22,3-6.

14.10 Und Judas Iskariot, einer von den Zwoelfen, ging zu den
Hohenpriestern hin, um ihn an sie zu ueberliefern. 14.11 Sie
aber freuten sich, als sie es hoerten, und versprachen, ihm Geld
zu geben; und er suchte, wie er ihn zu gelegener Zeit
ueberliefern koennte.
Vorbereitung des Passahmahles.
Mt 26,17-19; Lk 22,7-13.

14.12 Und am ersten Tag der ungesaeuerten Brote, als man das
Passah schlachtete, sagen seine Juenger zu ihm: Wohin willst du,
dass wir gehen und bereiten, damit du das Passah essen kannst?
14.13 Und er sendet zwei seiner Juenger und spricht zu ihnen:
Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der
einen Krug Wasser traegt. Folgt ihm! 14.14 Und wo er
hineingeht, sprecht zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist
mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Juengern das Passah essen
kann? 14.15 Und er wird euch einen grossen Obersaal zeigen, mit
Polstern belegt und fertig; und dort bereitet es fuer uns.
14.16 Und die Juenger gingen aus und kamen in die Stadt und
fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das
Passah.
Bezeichnung des Verraeters.
Mt 26,20-25; Lk 22,14.21-23; Joh 13,18-30.

14.17 Und als es Abend geworden war, kommt er mit den Zwoelfen.
14.18 Und waehrend sie zu Tisch lagen und assen, sprach Jesus:
Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich ueberliefern,
der, welcher mit mir isst. 14.19 Sie fingen an, betruebt zu
werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: Doch nicht
ich? 14.20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwoelfen, der
mit mir [das Brot] in die Schuessel eintaucht. 14.21 Der Sohn
des Menschen geht zwar dahin, wie ueber ihn geschrieben steht.
Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen
ueberliefert wird! Es waere jenem Menschen gut, wenn er nicht
geboren waere.
Einsetzung des Herrenmahles.
Mt 26,26-30; Lk 22,15-20; 1Kor 11,23-25.

14.22 Und waehrend sie assen, nahm er Brot, segnete, brach und
gab es ihnen und sprach: Nehmt, dies ist mein Leib! 14.23 Und
er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen [den]; und sie tranken
alle daraus. 14.24 Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut
des Bundes, das fuer viele vergossen wird. 14.25 Wahrlich, ich
sage euch, dass ich nicht mehr von dem Gewaechs des Weinstocks
trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im
Reich Gottes. 14.26 Und als sie ein Loblied gesungen hatten,
gingen sie hinaus zum Oelberg.
Ankuendigung der Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,31-35; Lk 22,31-34; Joh 13,36-38.

14.27 Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle aergern,
denn es steht geschrieben: `Ich werde den Hirten schlagen, und
die Schafe werden zerstreut werden. 14.28 Nachdem ich aber
auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galilaea gehen.
14.29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle aergern
werden, ich aber nicht. 14.30 Und Jesus spricht zu ihm:
Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der
Hahn zweimal kraeht, mich dreimal verleugnen wirst. 14.31 Er
aber sprach nachdruecklich: Wenn ich mit dir sterben muesste, werde
ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.
Gethsemane.
Mt 26,36-46; Lk 22,39-46.

14.32 Und sie kommen an ein Gut mit Namen Gethsemane, und er
spricht zu seinen Juengern: Setzt euch hier, bis ich gebetet
habe! 14.33 Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes
mit sich und fing an, sehr bestuerzt und geaengstigt zu werden.
14.34 Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betruebt,
bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! 14.35 Und er ging ein
wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, dass, wenn es
moeglich sei, die Stunde an ihm voruebergehe. 14.36 Und er
sprach: Abba, Vater, alles ist dir moeglich. Nimm diesen Kelch
von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!
14.37 Und er kommt und findet sie schlafend, und er spricht zu
Petrus: Simon, schlaefst du? Konntest du nicht eine Stunde
wachen? 14.38 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung
kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.
14.39 Und er ging wieder weg, betete und sprach dasselbe Wort.
14.40 Und als er zurueckkam, fand er sie wieder schlafend, denn
ihre Augen waren beschwert; und sie wussten nicht, was sie ihm
antworten sollten. 14.41 Und er kommt zum dritten Mal und
spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Es ist
genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen
wird in die Haende der Suender ueberliefert. 14.42 Steht auf,
lasst uns gehen! Siehe, der mich ueberliefert, ist nahe.

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