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Licht - Auge - Korinther - Seele - Sohn - Vater - Ehe - Brief

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Gleichnis vom Auge.
vgl. Mt 5,15; 6,22.23.

11.33 Niemand aber, der eine Leuchte angezuendet hat, stellt
sie ins Versteck, noch unter den Scheffel, sondern auf das
Lampengestell, damit die Hereinkommenden den Schein sehen.
11.34 Die Leuchte des Leibes ist dein Auge; wenn dein Auge
lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber
boese ist, so ist auch dein Leib finster. 11.35 Sieh nun zu,
dass das Licht, welches in dir ist, nicht Finsternis ist. 11.36
Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil
hat, so wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte mit ihrem
Strahl dich beleuchtete.
Weherufe gegen die Pharisaeer und Schriftgelehrten.
vgl. Mt 23,4-7.23-36.

11.37 Als er aber redete, bat ihn ein Pharisaeer, dass er bei
ihm zu Mittag essen moechte; er ging aber hinein und legte sich
zu Tisch. 11.38 Als aber der Pharisaeer es sah, wunderte er
sich, dass er sich nicht erst vor dem Essen gewaschen hatte.
11.39 Der Herr aber sprach zu ihm: Nun, ihr Pharisaeer, ihr
reinigt das Aeussere des Bechers und der Schuessel, euer Inneres
aber ist voller Raub und Bosheit. 11.40 Toren! Hat nicht der,
welcher das Aeussere gemacht hat, auch das Innere gemacht? 11.41
Gebt jedoch als Almosen, was darin ist, und siehe, alles ist
euch rein. 11.42 Aber wehe euch Pharisaeern! Denn ihr
verzehntet die Minze und die Raute und alles Kraut und uebergeht
das Gericht und die Liebe Gottes; diese Dinge haettet ihr tun und
jene nicht lassen sollen. 11.43 Wehe euch Pharisaeern! Denn ihr
liebt den ersten Sitz in den Synagogen und die Begruessungen auf
den Maerkten. 11.44 Wehe euch! Denn ihr seid wie die Gruefte,
die verborgen sind, und die Menschen, die darueber hingehen,
wissen es nicht. 11.45 Aber einer der Gesetzesgelehrten
antwortete und spricht zu ihm: Lehrer, indem du dies sagst,
schmaehst du auch uns. 11.46 Er aber sprach: Auch euch
Gesetzesgelehrten wehe! Denn ihr belastet die Menschen mit
schwer zu tragenden Lasten, und selbst ruehrt ihr die Last nicht
mit einem eurer Finger an. 11.47 Wehe euch! Denn ihr baut die
Grabmaeler der Propheten, eure Vaeter aber haben sie getoetet.
11.48 So gebt ihr Zeugnis und stimmt den Werken eurer Vaeter
bei; denn sie haben sie getoetet, ihr aber baut ihre Grabmaeler.
11.49 Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde
Propheten und Apostel zu ihnen senden, und einige von ihnen
werden sie toeten und vertreiben, 11.50 damit das Blut aller
Propheten, das von Grundlegung der Welt an vergossen worden ist,
von diesem Geschlecht gefordert werde: 11.51 von dem Blut
Abels an bis zu dem Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar
und dem Haus umkam; ja, sage ich euch, es wird von diesem
Geschlecht gefordert werden. 11.52 Wehe euch
Gesetzesgelehrten! Denn ihr habt den Schluessel der Erkenntnis
weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die
hineingehen wollten, habt ihr gehindert. 11.53 Als er aber
dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und die
Pharisaeer an, hart auf ihn einzudringen und ihn ueber vieles
auszufragen; 11.54 und sie lauerten auf ihn, etwas aus seinem
Mund zu erjagen.
12 Warnung vor Heuchelei - Ermutigung zu furchtlosem Bekenntnis - Warnung vor Laesterung des Geistes.
vgl. Mt 10,26-33.

12.1 Als sich unterdessen viele Tausende der Volksmenge
versammelt hatten, so dass sie einander traten, fing er an,
zuerst zu seinen Juengern zu sagen: Huetet euch vor dem Sauerteig
der Pharisaeer, das heisst vor der Heuchelei. 12.2 Es ist aber
nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht
erkannt werden wird; 12.3 deswegen wird alles, was ihr in der
Finsternis gesprochen haben werdet, im Licht gehoert werden, und
was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf
den Daechern ausgerufen werden.

12.4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fuerchtet euch nicht
vor denen, die den Leib toeten und nach diesem nichts weiter zu
tun vermoegen. 12.5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fuerchten
sollt: Fuerchtet den, der nach dem Toeten Macht hat, in die Hoelle
zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fuerchtet. 12.6 Werden
nicht fuenf Sperlinge fuer zwei Pfennig verkauft? Und nicht einer
von ihnen ist vor Gott vergessen. 12.7 Aber selbst die Haare
eures Hauptes sind alle gezaehlt. So fuerchtet euch nun nicht; ihr
seid mehr als viele Sperlinge. 12.8 Ich sage euch aber: Jeder,
der mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn
des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; 12.9 wer mich
aber vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird vor den
Engeln Gottes verleugnet werden.

12.10 Und jeder, der ein Wort sagen wird gegen den Sohn des
Menschen, dem wird vergeben werden; dem aber, der gegen den
Heiligen Geist laestert, wird nicht vergeben werden. 12.11 Wenn
sie euch aber vor die Synagogen und die Obrigkeiten und die
Machthaber fuehren, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch
verantworten oder was ihr sagen sollt; 12.12 denn der Heilige
Geist wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Gleichnis vom reichen Toren.
12.13 Einer aus der Volksmenge aber sprach zu ihm: Lehrer,
sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teile. 12.14 Er
aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zu einem Richter oder
[Erb]teiler ueber euch gesetzt? 12.15 Er sprach aber zu ihnen:
Seht zu und huetet euch vor aller Habsucht, denn auch wenn jemand
Ueberfluss hat, besteht sein Leben nicht durch seine Habe. 12.16
Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen und sprach: Das Land eines
reichen Menschen trug viel ein. 12.17 Und er ueberlegte bei
sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht,
wohin ich meine Fruechte einsammeln soll. 12.18 Und er sprach:
Dies will ich tun: ich will meine Scheunen niederreissen und
groessere bauen und will dahin all mein Korn und meine Gueter
einsammeln; 12.19 und ich will zu meiner Seele sagen: Seele,
du hast viele Gueter daliegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss,
trink, sei froehlich! 12.20 Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In
dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber
bereitet hast, fuer wen wird es sein? 12.21 So ist, der fuer
sich Schaetze sammelt und nicht reich ist im Blick auf Gott.
Warnung vor Sorgen.
vgl. Mt 6,19-21.25-34.

12.22 Er sprach aber zu seinen Juengern: Deshalb sage ich euch:
Seid nicht besorgt fuer das Leben, was ihr essen, noch fuer den
Leib, was ihr anziehen sollt. 12.23 Das Leben ist mehr als die
Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung. 12.24 Betrachtet
die Raben, die nicht saeen noch ernten, die weder Vorratskammer
noch Scheune haben, und Gott ernaehrt sie. Wieviel seid ihr mehr
als die Voegel! 12.25 Wer aber unter euch kann mit Sorgen
seiner Lebenslaenge eine Elle zusetzen? 12.26 Wenn ihr nun auch
das geringste nicht koennt, warum seid ihr um das uebrige besorgt?
12.27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen; sie muehen sich
nicht und spinnen auch nicht. Ich sage euch aber, selbst Salomo
in all seiner Herrlichkeit war nicht bekleidet wie eine von
ihnen. 12.28 Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld
steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel
mehr euch, Kleinglaeubige! 12.29 Und ihr, trachtet nicht
[danach], was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid
nicht in Unruhe; 12.30 denn nach diesem allen trachten die
Nationen der Welt; euer Vater aber weiss, dass ihr dies benoetigt.
12.31 Trachtet jedoch nach seinem Reich, und dies wird euch
hinzugefuegt werden. 12.32 Fuerchte dich nicht, du kleine Herde,
denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
12.33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen; macht euch Beutel,
die nicht veralten, einen unvergaenglichen Schatz in den Himmeln,
wo kein Dieb sich naht und keine Motte zerstoert. 12.34 Denn wo
euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Ermahnung zur Wachsamkeit und Treue - Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht.
vgl. Mt 24,42-51.

12.35 Es seien eure Lenden umguertet und die Lampen brennend;
12.36 und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn
warten, wann er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit, wenn er
kommt und anklopft, sie ihm sogleich aufmachen. 12.37
Glueckselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend
finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umguerten und
sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie
bedienen. 12.38 Und wenn er in der zweiten Wache kommt und in
der dritten Wache kommt und findet sie so - glueckselig sind
jene! 12.39 Dies aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst haette,
zu welcher Stunde der Dieb kommen wuerde, so haette er gewacht und
nicht erlaubt, dass sein Haus durchgraben wuerde. 12.40 Auch
ihr, seid bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt in der
Stunde, da ihr es nicht meint.

12.41 Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dieses
Gleichnis zu uns oder auch zu allen? 12.42 Der Herr aber
sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr
ueber sein Gesinde setzen wird, um [ihm] die zugemessene Speise
zu geben zur rechten Zeit? 12.43 Glueckselig jener Knecht, den
sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 12.44
In Wahrheit sage ich euch, dass er ihn ueber seine ganze Habe
setzen wird. 12.45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen
sagt: Mein Herr laesst sich Zeit mit dem Kommen, und anfaengt, die
Knechte und Maegde zu schlagen und zu essen und zu trinken und
sich zu berauschen, 12.46 so wird der Herr jenes Knechtes
kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer
Stunde, die er nicht weiss, und wird ihn entzweischneiden und ihm
sein Teil setzen mit den Unglaeubigen. 12.47 Jener Knecht aber,
der den Willen seines Herrn wusste und sich nicht bereitet, noch
nach seinem Willen getan hat, wird mit vielen [Schlaegen]
geschlagen werden; 12.48 wer ihn aber nicht wusste, aber getan
hat, was der Schlaege wert ist, wird mit wenigen geschlagen
werden. Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm
verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird
man desto mehr fordern.
Entzweiung um Jesu willen.
vgl. Mt 10,34-36.

12.49 Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie
wuenschte ich, es waere schon angezuendet! 12.50 Ich habe aber
eine Taufe, womit ich getauft werden muss, und wie bin ich
bedraengt, bis sie vollbracht ist! 12.51 Denkt ihr, dass ich
gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich
euch, sondern vielmehr Entzweiung. 12.52 Denn es werden von
nun an fuenf in einem Haus entzweit sein; drei werden mit zweien
und zwei mit dreien entzweit sein: 12.53 Vater mit Sohn und
Sohn mit Vater, Mutter mit Tochter und Tochter mit der Mutter,
Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und Schwiegertochter
mit der Schwiegermutter.
Zeichen der Zeit - Ermahnung zur Versoehnung und Busse - Gleichnis vom Feigenbaum.
Mt 16,1-3.

12.54 Er sprach aber auch zu den Volksmengen: Wenn ihr eine
Wolke von Westen aufsteigen seht, so sagt ihr sogleich: Ein
Regenguss kommt. Und es geschieht so. 12.55 Und wenn [ihr] den
Suedwind wehen [seht], so sagt ihr: Es wird Hitze geben. Und es
geschieht. 12.56 Heuchler! Das Aussehen der Erde und des
Himmels wisst ihr zu beurteilen. Wie aber kommt es, dass ihr diese
Zeit nicht beurteilt?

V. 57-59: Mt 5,25.26.

12.57 Warum richtet ihr aber auch von euch selbst aus nicht,
was recht ist? 12.58 Denn wenn du mit deinem Gegner vor die
Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem Weg Muehe, von ihm
loszukommen, damit er dich nicht etwa zu dem Richter
hinschleppe; und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener
ueberliefern und der Gerichtsdiener dich ins Gefaengnis werfen.
12.59 Ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis
du auch den letzten Heller bezahlt hast.
13
13.1 Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den
Galilaeern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren
Schlachtopfern vermischt hatte. 13.2 Und er antwortete und
sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galilaeer vor allen
Galilaeern Suender waren, weil sie dies erlitten haben? 13.3
Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Busse tut, werdet ihr
alle ebenso umkommen. 13.4 Oder jene achtzehn, auf die der
Turm in Siloah fiel und sie toetete: meint ihr, dass sie vor allen
Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? 13.5 Nein,
sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Busse tut, werdet ihr alle
ebenso umkommen.

13.6 Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen
Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war; und er kam und
suchte Frucht an ihm und fand keine. 13.7 Er sprach aber zu
dem Weingaertner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an
diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn ab! Wozu macht er
auch das Land unbrauchbar? 13.8 Er aber antwortet und sagt zu
ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn graben und
Duenger legen werde; 13.9 und wenn er etwa Frucht bringen wird,
[gut], wenn aber nicht, so magst du ihn kuenftig abhauen.
Heilung einer Frau am Sabbat.
13.10 Er lehrte aber am Sabbat in einer der Synagogen. 13.11
Und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre einen Geist der
Schwaeche hatte; und sie war zusammengekruemmt und gaenzlich
unfaehig, sich aufzurichten. 13.12 Als aber Jesus sie sah, rief
er ihr zu und sprach zu ihr: Frau, du bist geloest von deiner
Schwaeche! 13.13 Und er legte ihr die Haende auf, und sofort
wurde sie gerade und verherrlichte Gott. 13.14 Der
Synagogenvorsteher aber, unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte,
begann und sprach zu der Volksmenge: Sechs Tage sind es, an
denen man arbeiten soll; an diesen nun kommt und lasst euch
heilen und nicht am Tag des Sabbats. 13.15 Der Herr nun
antwortete ihm und sprach: Heuchler! Bindet nicht jeder von euch
am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und fuehrt
ihn hin und traenkt ihn? 13.16 Diese aber, die eine Tochter
Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre
lang, sollte sie nicht von dieser Fessel geloest werden am Tag
des Sabbats? 13.17 Und als er dies sagte, wurden alle seine
Widersacher beschaemt; und die ganze Volksmenge freute sich ueber
all die herrlichen Dinge, die durch ihn geschahen.

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