Seite 2 von 13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 | | Die Taufe Jesu. | Mt 3,13-17; Mk 1,9-11; Joh 1,29-34.
3.21 Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und
Jesus getauft war und betete, dass der Himmel aufgetan wurde
3.22 und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt, wie eine
Taube, auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du
bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. | | |
| | Der Stammbaum Jesu. | 1Mo 5; 11,10-26; 1Chr 1,1-4.24-28.34; 2,1-15; Mt 1,1-16.
3.23 Und er selbst, Jesus, war ungefaehr dreissig Jahre alt, als
er auftrat, und war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des
Eli, 3.24 des Matthat, des Levi, des Melchi, des Jannai, des
Joseph, 3.25 des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Hesli,
des Naggai, 3.26 des Maath, des Mattathias, des Schimi, des
Josech, des Joda, 3.27 des Johanan, des Resa, des Serubbabel,
des Schealtiel, des Neri, 3.28 des Melchi, des Addi, des
Kosam, des Elmadam, des Er, 3.29 des Jesus, des Elieser, des
Jorim, des Matthat, des Levi, 3.30 des Simeon, des Juda, des
Joseph, des Jonam, des Eljakim, 3.31 des Melea, des Menna, des
Mattatha, des Nathan, des David, 3.32 des Jesse, des Obed, des
Boas, des Salma, des Nahesson, 3.33 des Amminadab, des Admin,
des Arni, des Hezron, des Perez, des Juda, 3.34 des Jakob, des
Isaak, des Abraham, des Tharah, des Nahor, 3.35 des Sarug, des
Ragu, des Phalek, des Eber, des Salah, 3.36 des Kainam, des
Arphachsad, des Sem, des Noah, des Lamech, 3.37 des Methusala,
des Henoch, des Jaret, des Malaleel, des Kainam, 3.38 des
Enos, des Seth, des Adam, des Gottes. | | |
| | 4 Die Versuchung Jesu. | Mt 4,1-11; Mk 1,12.13.
4.1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan
zurueck und wurde durch den Geist in der Wueste vierzig Tage
umhergefuehrt 4.2 und von dem Teufel versucht. Und er ass in
jenen Tagen nichts; und als sie zu Ende waren, hungerte ihn.
4.3 Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so
sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. 4.4 Und Jesus
antwortete ihm: Es steht geschrieben: `Nicht vom Brot allein
soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes.
4.5 Und er fuehrte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in
einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. 4.6 Und der
Teufel sprach zu ihm: Ich will dir alle diese Macht und ihre
Herrlichkeit geben; denn mir ist sie uebergeben, und wem immer
ich will, gebe ich sie. 4.7 Wenn du nun vor mir anbeten
willst, soll das alles dein sein. 4.8 Und Jesus antwortete ihm
und sprach: Es steht geschrieben: `Du sollst den Herrn, deinen
Gott, anbeten und ihm allein dienen.
4.9 Und er fuehrte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die
Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist,
so wirf dich von hier hinab; 4.10 denn es steht geschrieben:
`Er wird seinen Engeln ueber dir befehlen, dass sie dich bewahren;
4.11 und sie werden dich auf den Haenden tragen, damit du nicht
etwa deinen Fuss an einen Stein stoesst. 4.12 Und Jesus
antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: `Du sollst den
Herrn, deinen Gott, nicht versuchen. 4.13 Und als der Teufel
jede Versuchung vollendet hatte, wich er fuer eine Zeit von ihm. | | |
| | Unglaube in Nazareth. | V. 14.15: Mt 4,12-17; Mk 1,14.15; V. 16-30: vgl. Mt 13,54-58; Mk
6,1-6.
4.14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galilaea
zurueck, und die Kunde von ihm ging aus durch die ganze Umgegend.
4.15 Und er lehrte in ihren Synagogen, geehrt von allen.
4.16 Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und
er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und
stand auf, um vorzulesen. 4.17 Und es wurde ihm das Buch des
Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte,
fand er die Stelle, wo geschrieben war: 4.18 `Der Geist des
Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute
Botschaft zu verkuendigen; er hat mich gesandt, Gefangenen
Befreiung auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen,
Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, 4.19 auszurufen ein
angenehmes Jahr des Herrn. 4.20 Und als er das Buch zugerollt
hatte, gab er es dem Diener zurueck und setzte sich; und aller
Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 4.21 Er fing
aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren
Ohren erfuellt. 4.22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten
sich ueber die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen;
und sie sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? 4.23 Und
er sprach zu ihnen: Ihr werdet jedenfalls dieses Sprichwort zu
mir sagen: Arzt, heile dich selbst! Alles, was wir gehoert haben,
[dass es] in Kapernaum geschehen [sei], tu auch hier in deiner
Vaterstadt! 4.24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch, dass
kein Prophet in seiner Vaterstadt angenehm ist. 4.25 In
Wahrheit aber sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen
Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate
verschlossen war, so dass eine grosse Hungersnot ueber das ganze
Land kam; 4.26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als
nur nach Sarepta in Sidonia zu einer Frau, einer Witwe. 4.27
Und viele Aussaetzige waren zur Zeit des Propheten Elisa in
Israel, und keiner von ihnen wurde gereinigt als nur Naaman, der
Syrer. 4.28 Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfuellt,
als sie dies hoerten. 4.29 Und sie standen auf und stiessen ihn
zur Stadt hinaus und fuehrten ihn bis an den Rand des Berges, auf
dem ihre Stadt erbaut war, um ihn so hinabzustuerzen. 4.30 Er
aber schritt durch ihre Mitte hindurch und ging weg. | | |
| | Heilung eines Besessenen. | Mk 1,21-28.
4.31 Und er kam nach Kapernaum hinab, einer Stadt in Galilaea,
und lehrte sie an den Sabbaten. 4.32 Und sie erstaunten sehr
ueber seine Lehre, denn sein Wort war mit Vollmacht. 4.33 Und
es war in der Synagoge ein Mensch, der einen Geist eines
unreinen Daemons hatte, und er schrie auf mit lauter Stimme
4.34 und sprach: Ach, was haben wir mit dir zu schaffen,
Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne
dich, wer du bist: der Heilige Gottes. 4.35 Und Jesus bedrohte
ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und als der
Daemon ihn mitten unter sie geworfen hatte, fuhr er von ihm aus,
ohne ihm Schaden zu tun. 4.36 Und Entsetzen kam ueber alle, und
sie redeten untereinander und sprachen: Was ist dies fuer ein
Wort? Denn mit Vollmacht und Kraft gebietet er den unreinen
Geistern, und sie fahren aus. 4.37 Und die Kunde von ihm ging
aus in jeden Ort der Umgegend. | | |
| | Heilung der Schwiegermutter des Petrus. | Mt 8,14.15; Mk 1,29-31.
4.38 Er machte sich aber auf von der Synagoge und kam in das
Haus Simons. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem
starken Fieber befallen, und sie baten ihn fuer sie. 4.39 Und
er beugte sich ueber sie, bedrohte das Fieber, und es verliess
sie; sie aber stand sogleich auf und diente ihnen. | | |
| | Heilungen und Predigt. | Mt 4,23-25; 8,16.17; Mk 1,32-39.
4.40 Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die an
mancherlei Krankheiten Leidende hatten, sie zu ihm; er aber
legte jedem von ihnen die Haende auf und heilte sie. 4.41 Und
auch Daemonen fuhren von vielen aus, indem sie schrien und
sprachen: Du bist der Sohn Gottes. Und er bedrohte sie und liess
sie nicht reden, weil sie wussten, dass er der Christus war.
4.42 Als es aber Tag geworden war, ging er aus und begab sich
an einen einsamen Ort; und die Volksmengen suchten ihn auf und
kamen bis zu ihm, und sie hielten ihn auf, dass er nicht von
ihnen ginge. 4.43 Er aber sprach zu ihnen: Ich muss auch den
anderen Staedten das Evangelium vom Reich Gottes verkuendigen,
denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den
Synagogen von Galilaea. | | |
| | 5 Fischzug des Petrus - Die ersten Juenger. | Mt 4,18-22; Mk 1,16-20.
5.1 Es geschah aber, als die Volksmenge auf ihn andraengte, um
das Wort Gottes zu hoeren, dass er an dem See Genezareth stand.
5.2 Und er sah zwei Schiffe am See liegen; die Fischer aber
waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 5.3 Er
aber stieg in eins der Schiffe, das Simon gehoerte, und bat ihn,
ein wenig vom Land hinauszufahren; und er setzte sich und lehrte
die Volksmengen vom Schiff aus. 5.4 Als er aber aufhoerte zu
reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst
eure Netze zu einem Fang hinab! 5.5 Und Simon antwortete und
sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch
bemueht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz
hinablassen. 5.6 Und als sie dies getan hatten, umschlossen
sie eine grosse Menge Fische, und ihr Netz riss. 5.7 Und sie
winkten ihren Gefaehrten in dem anderen Schiff, dass sie kaemen und
ihnen huelfen; und sie kamen, und sie fuellten beide Schiffe, so
dass sie zu sinken drohten. 5.8 Als aber Simon Petrus es sah,
fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus,
denn ich bin ein suendiger Mensch, Herr. 5.9 Denn Entsetzen
hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, ueber den
Fischfang, den sie getan hatten; 5.10 ebenso aber auch Jakobus
und Johannes, die Soehne des Zebedaeus, die Gefaehrten von Simon
waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fuerchte dich nicht! Von nun an
wirst du Menschen fangen. 5.11 Und als sie die Schiffe ans
Land gebracht hatten, verliessen sie alles und folgten ihm nach. | | |
| | Heilung eines Aussaetzigen. | Mt 8,1-4; Mk 1,40-45.
5.12 Und es geschah, als er in einer der Staedte war, siehe, da
war ein Mann voll Aussatz; und als er Jesus sah, fiel er auf
sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst,
kannst du mich reinigen. 5.13 Und er streckte die Hand aus,
ruehrte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich
wich der Aussatz von ihm. 5.14 Und er gebot ihm, es niemand zu
sagen: Sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere
fuer deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.
5.15 Aber die Rede ueber ihn verbreitete sich um so mehr; und
grosse Volksmengen versammelten sich, [ihn] zu hoeren und von
ihren Krankheiten geheilt zu werden. 5.16 Er aber zog sich
zurueck und war in einsamen Gegenden und betete. | | |
| | Heilung eines Gelaehmten. | Mt 9,1-8; Mk 2,1-12.
5.17 Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte, und es
sassen da Pharisaeer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von
Galilaea und Judaea und aus Jerusalem gekommen waren; und des
Herrn Kraft war da, um zu heilen. 5.18 Und siehe, Maenner
bringen auf einem Bett einen Menschen, der gelaehmt war; und sie
suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. 5.19 Und da
sie nicht fanden, auf welchem Weg sie ihn hineinbringen sollten
wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach und liessen ihn
durch die Ziegel hinab mit dem Bett in die Mitte vor Jesus.
5.20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine
Suenden sind dir vergeben. 5.21 Und die Schriftgelehrten und
die Pharisaeer fingen an zu ueberlegen und sagten: Wer ist dieser,
der [solche] Laesterungen redet? Wer kann Suenden vergeben ausser
Gott allein? 5.22 Als aber Jesus ihre Ueberlegungen erkannte,
antwortete und sprach er zu ihnen: Was ueberlegt ihr in euren
Herzen? 5.23 Was ist leichter zu sagen: Dir sind deine Suenden
vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 5.24 Damit
ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der
Erde Suenden zu vergeben - sprach er zu dem Gelaehmten: Ich sage
dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause! 5.25
Und sogleich stand er vor ihnen auf, nahm auf, worauf er gelegen
hatte, und ging hin in sein Haus und verherrlichte Gott. 5.26
Und Staunen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott und wurden
mit Furcht erfuellt und sprachen: Wir haben heute
ausserordentliche Dinge gesehen. | | |
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