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Schnellsuche: Testament - Hirte - Johannes - Lazarus - Bethanien - Jesus
Evangelium - Salbung - Krankheit - Martha - Sterben - Hirt - Sohn - Kinder

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Der Geheilte und der Sohn Gottes.
9.35 Jesus hoerte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als
er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn des
Menschen? 9.36 Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr,
dass ich an ihn glaube? 9.37 Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn
gesehen, und der mit dir redet, der ist es. 9.38 Er aber
sprach: Ich glaube, Herr. Und er warf sich vor ihm nieder.

9.39 Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt
gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind
werden. 9.40 Einige von den Pharisaeern, die bei ihm waren,
hoerten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind?
9.41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind waeret, so haettet
ihr keine Suende. Nun aber sagt ihr: Wir sehen. [Daher] bleibt
eure Suende.
10 Der gute Hirte.
10.1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die
Tuer in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo
hinuebersteigt, der ist ein Dieb und ein Raeuber. 10.2 Wer aber
durch die Tuer eingeht, ist Hirte der Schafe. 10.3 Diesem tut
der Tuerhueter auf, und die Schafe hoeren seine Stimme, und er ruft
seine eigenen Schafe mit Namen und fuehrt sie heraus. 10.4 Wenn
er seine eigenen [Schafe] alle herausgebracht hat, geht er vor
ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme
kennen. 10.5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden
nicht kennen. 10.6 In dieser Bildrede sprach Jesus zu ihnen;
sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete.

10.7 Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Ich bin die Tuer der Schafe. 10.8 Alle, die vor mir
gekommen sind, sind Diebe und Raeuber; aber die Schafe hoerten
nicht auf sie. 10.9 Ich bin die Tuer; wenn jemand durch mich
eingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen
und Weide finden. 10.10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und
zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie
Leben haben und [es in] Ueberfluss haben. 10.11 Ich bin der gute
Hirte; der gute Hirte laesst sein Leben fuer die Schafe. 10.12
Wer Mietling und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen
hat, sieht den Wolf kommen und verlaesst die Schafe und flieht -
und der Wolf raubt und zerstreut sie -, 10.13 weil er ein
Mietling ist und sich um die Schafe nicht kuemmert. 10.14 Ich
bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von
den Meinen, 10.15 wie der Vater mich kennt und ich den Vater
kenne; und ich lasse mein Leben fuer die Schafe. 10.16 Und ich
habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese
muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hoeren, und es wird
eine Herde, ein Hirte sein. 10.17 Darum liebt mich der Vater,
weil ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen. 10.18 Niemand
nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe
Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen.
Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. 10.19 Es
entstand wieder ein Zwiespalt unter den Juden dieser Worte
wegen. 10.20 Viele aber von ihnen sagten: Er hat einen Daemon
und ist von Sinnen. Was hoert ihr ihn? 10.21 Andere sagten:
Diese Reden sind nicht die eines Besessenen. Kann etwa ein Daemon
der Blinden Augen auftun?

10.22 Es war aber das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; es
war Winter. 10.23 Und Jesus ging in dem Tempel umher, in der
Saeulenhalle Salomos. 10.24 Da umringten ihn die Juden und
sprachen zu ihm: Bis wann haeltst du unsere Seele hin? Wenn du
der Christus bist, so sage es uns frei heraus. 10.25 Jesus
antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht.
Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen
von mir; 10.26 aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von
meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 10.27 Meine Schafe
hoeren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;
10.28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht
verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand
rauben. 10.29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist groesser
als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters
rauben. 10.30 Ich und der Vater sind eins.
Anschlaege gegen Jesus.
10.31 Da hoben die Juden wieder Steine auf, dass sie ihn
steinigten. 10.32 Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke
habe ich euch von meinem Vater gezeigt. Fuer welches Werk unter
ihnen steinigt ihr mich? 10.33 Die Juden antworteten ihm:
Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen
Laesterung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu
Gott machst. 10.34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in
eurem Gesetz geschrieben: `Ich habe gesagt: Ihr seid Goetter?
10.35 Wenn er jene Goetter nannte, an die das Wort Gottes
erging - und die Schrift kann nicht aufgeloest werden -, 10.36
sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt
gesandt hat: Du laesterst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?
10.37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt
mir nicht; 10.38 wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken,
wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt,
dass der Vater in mir ist und ich in ihm.

10.39 Da suchten sie wieder ihn zu greifen, und er entging
ihrer Hand. 10.40 Und er ging wieder weg jenseits des Jordan
an den Ort, wo Johannes zuerst taufte, und er blieb dort.
10.41 Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes tat zwar
kein Zeichen; alles aber, was Johannes von diesem gesagt hat,
war wahr. 10.42 Und viele glaubten dort an ihn.
11 Krankheit und Tod des Lazarus.
11.1 Es war aber einer krank, Lazarus, von Bethanien, aus dem
Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. 11.2 Maria aber war
es, die den Herrn mit Salboel salbte und seine Fuesse mit ihren
Haaren abtrocknete; deren Bruder Lazarus war krank. 11.3 Da
sandten die Schwestern zu ihm und liessen ihm sagen: Herr, siehe,
der, den du lieb hast, ist krank. 11.4 Als aber Jesus es
hoerte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern um
der Herrlichkeit Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie
verherrlicht werde. 11.5 Jesus aber liebte die Martha und ihre
Schwester und den Lazarus. 11.6 Als er nun hoerte, dass er krank
sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. 11.7
Danach spricht er zu den Juengern: Lasst uns wieder nach Judaea
gehen. 11.8 Die Juenger sagen zu ihm: Rabbi, eben suchten die
Juden dich zu steinigen, und wieder gehst du dahin? 11.9 Jesus
antwortete: Hat der Tag nicht zwoelf Stunden? Wenn jemand am Tag
umhergeht, stoesst er nicht an, weil er das Licht dieser Welt
sieht; 11.10 wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stoesst er
an, weil das Licht nicht in ihm ist. 11.11 Dies sprach er, und
danach sagt er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, ist
eingeschlafen; aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke.
11.12 Da sprachen die Juenger zu ihm: Herr, wenn er
eingeschlafen ist, so wird er geheilt werden. 11.13 Jesus aber
hatte von seinem Tod gesprochen: sie aber meinten, er rede von
der Ruhe des Schlafes. 11.14 Dann nun sagte ihnen Jesus gerade
heraus: Lazarus ist gestorben; 11.15 und ich bin froh um
euretwillen, dass ich nicht dort war, damit ihr glaubt; aber lasst
uns zu ihm gehen. 11.16 Da sprach Thomas, der [auch] Zwilling
genannt ist, zu den Mitjuengern: Lasst auch uns gehen, dass wir mit
ihm sterben.
Auferweckung des Lazarus.
11.17 Als nun Jesus kam, fand er ihn schon vier Tage in der
Gruft liegen. 11.18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem,
etwa fuenfzehn Stadien weit; 11.19 und viele von den Juden
waren zu Martha und Maria gekommen, um sie ueber ihren Bruder zu
troesten. 11.20 Martha nun, als sie hoerte, dass Jesus komme,
ging ihm entgegen. Maria aber sass im Haus. 11.21 Da sprach
Martha zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen waerest, so waere mein
Bruder nicht gestorben; 11.22 und jetzt weiss ich, dass, was du
von Gott bitten magst, Gott dir geben wird. 11.23 Jesus
spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 11.24 Martha
spricht zu ihm: Ich weiss, dass er auferstehen wird in der
Auferstehung am letzten Tag. 11.25 Jesus sprach zu ihr: Ich
bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird
leben, auch wenn er gestorben ist; 11.26 und jeder, der da
lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst
du das? 11.27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du
der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
11.28 Und als sie dies gesagt hatte, ging sie hin und rief
heimlich ihre Schwester Maria und sagte: Der Lehrer ist da und
ruft dich. 11.29 Als jene es hoerte, steht sie schnell auf und
geht zu ihm. 11.30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf
gekommen, sondern war an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war.
11.31 Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie
troesteten, sahen, dass Maria schnell aufstand und hinausging,
folgten sie ihr, da sie meinten, sie gehe zur Gruft, um dort zu
weinen. 11.32 Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und ihn
sah, fiel sie ihm zu Fuessen und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier
gewesen waerest, so waere mein Bruder nicht gestorben. 11.33 Als
nun Jesus sie weinen sah und die Juden weinen, die mit ihr
gekommen waren, wurde er im Geist erzuernt und wurde erschuettert
11.34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sagen zu ihm:
Herr, komm und sieh! 11.35 Jesus weinte. 11.36 Da sprachen
die Juden: Siehe, wie lieb hat er ihn gehabt! 11.37 Einige
aber von ihnen sagten: Konnte dieser, der die Augen des Blinden
auftat, nicht machen, dass auch dieser nicht gestorben waere?
11.38 Jesus nun, wieder in seinem Innern erzuernt, kommt zur
Gruft. Es war aber eine Hoehle, und ein Stein lag davor. 11.39
Jesus spricht: Nehmt den Stein weg! Die Schwester des
Verstorbenen, Martha, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon,
denn er ist vier Tage hier. 11.40 Jesus spricht zu ihr: Habe
ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so wuerdest du die
Herrlichkeit Gottes sehen? 11.41 Sie nahmen nun den Stein weg.
Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir,
dass du mich erhoert hast. 11.42 Ich aber wusste, dass du mich
allezeit erhoerst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht,
habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
11.43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme:
Lazarus, komm heraus! 11.44 Und der Verstorbene kam heraus, an
Fuessen und Haenden mit Grabtuechern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweisstuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht
ihn frei und lasst ihn gehen.

11.45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und
sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. 11.46 Einige aber
von ihnen gingen hin zu den Pharisaeern und sagten ihnen, was
Jesus getan hatte.
Ratssitzung ueber Jesus: Beschluss, ihn zu toeten.
11.47 Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisaeer
[den] Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Denn dieser Mensch
tut viele Zeichen. 11.48 Wenn wir ihn so lassen, werden alle
an ihn glauben, und die Roemer werden kommen und unsere Stadt wie
auch unsere Nation wegnehmen. 11.49 Einer aber von ihnen,
Kaiphas, der jenes Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr
wisst nichts 11.50 und ueberlegt auch nicht, dass es euch
nuetzlich ist, dass ein Mensch fuer das Volk sterbe und nicht die
ganze Nation umkomme. 11.51 Dies aber sagte er nicht aus sich
selbst, sondern da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte
er, dass Jesus fuer die Nation sterben sollte; 11.52 und nicht
fuer die Nation allein, sondern dass er auch die zerstreuten
Kinder Gottes in eins versammelte. 11.53 Von jenem Tag an
ratschlagten sie nun, um ihn zu toeten. 11.54 Jesus ging nun
nicht mehr oeffentlich unter den Juden umher, sondern ging von
dort weg in die Gegend nahe bei der Wueste, in eine Stadt mit
Namen Ephraim; und dort verweilte er mit den Juengern.

11.55 Es war aber nahe das Passah der Juden, und viele gingen
aus dem Land hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, um sich zu
reinigen. 11.56 Sie suchten nun Jesus und sprachen, als sie im
Tempel standen, untereinander: Was meint ihr? Wird er nicht zu
dem Fest kommen? 11.57 Es hatten aber die Hohenpriester und
die Pharisaeer Befehl gegeben, wenn jemand wisse, wo er sei, dass
er es anzeigen solle, damit sie ihn griffen.
12 Salbung Jesu in Bethanien.
Mt 26,6-13; Mk 14,3-9

12.1 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien,
wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. 12.2
Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Martha diente;
Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen.
12.3 Da nahm Maria ein Pfund Salboel von echter, sehr kostbarer
Narde und salbte die Fuesse Jesu und trocknete seine Fuesse mit
ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salboels
erfuellt. 12.4 Es sagt aber Judas, der Iskariot, einer von
seinen Juengern, der ihn ueberliefern sollte: 12.5 Warum ist
dieses Salboel nicht fuer dreihundert Denare verkauft und den
Armen gegeben worden? 12.6 Er sagte dies aber nicht, weil er
fuer die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die
Kasse hatte und beiseiteschaffte, was eingelegt wurde. 12.7 Da
sprach Jesus: Lass sie! Moege sie es aufbewahrt haben fuer den Tag
meines Begraebnisses! 12.8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei
euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.
Anschlaege der Hohenpriester gegen Lazarus.
12.9 Eine grosse Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, dass er
dort sei; und sie kamen nicht um Jesu willen allein, sondern
damit sie auch den Lazarus saehen, den er aus den Toten
auferweckt hatte. 12.10 Die Hohenpriester aber ratschlagten,
auch den Lazarus zu toeten, 12.11 weil viele von den Juden um
seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten.
Einzug in Jerusalem.
Mt 21,1-11; Mk 11,1-10; Lk 19,28-40

12.12 Am folgenden Tag, als eine grosse Volksmenge, die zu dem
Fest gekommen war, hoerte, dass Jesus nach Jerusalem komme,
12.13 nahmen sie die Palmzweige und gingen hinaus, ihm
entgegen, und schrien: Hosanna! Gepriesen [sei], der da kommt im
Namen des Herrn, und der Koenig Israels! 12.14 Jesus aber fand
einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:
12.15 `Fuerchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein Koenig
kommt, sitzend auf einem Eselsfuellen. 12.16 Dies verstanden
seine Juenger zuerst nicht; jedoch als Jesus verherrlicht war, da
erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben war und sie
ihm dies getan hatten. 12.17 Es bezeugte nun die Volksmenge,
die bei ihm war, dass er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus
den Toten auferweckt habe. 12.18 Darum ging ihm auch die
Volksmenge entgegen, weil sie hoerten, dass er dieses Zeichen
getan hatte. 12.19 Da sprachen die Pharisaeer zueinander: Ihr
seht, dass ihr gar nichts ausrichtet; siehe, die Welt ist ihm
nachgegangen.
Ueber das Sterben des Menschensohnes.
12.20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die
hinzukamen, um auf dem Fest anzubeten. 12.21 Diese nun kamen
zu Philippus von Bethsaida in Galilaea und baten ihn und sagten:
Herr, wir moechten Jesus sehen. 12.22 Philippus kommt und sagt
es Andreas, es kommt Andreas und Philippus, und sie sagen es
Jesus. 12.23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die
Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht
werde. 12.24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das
Weizenkorn nicht in die Erde faellt und stirbt, bleibt es allein;
wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. 12.25 Wer sein
Leben liebt, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser
Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. 12.26 Wenn mir
jemand dient, so folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch
mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn
ehren. 12.27 Jetzt ist meine Seele bestuerzt. Und was soll ich
sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde? Doch darum bin ich
in diese Stunde gekommen. 12.28 Vater, verherrliche deinen
Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe [ihn]
verherrlicht und werde [ihn] auch wieder verherrlichen. 12.29
Die Volksmenge nun, die dastand und zuhoerte, sagte, es habe
gedonnert; andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. 12.30
Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese
Stimme geschehen, sondern um euretwillen. 12.31 Jetzt ist das
Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fuerst dieser Welt
hinausgeworfen werden. 12.32 Und ich, wenn ich von der Erde
erhoeht bin, werde alle zu mir ziehen. 12.33 Dies aber sagte
er, um anzudeuten, welches Todes er sterben sollte. 12.34 Die
Volksmenge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehoert, dass
der Christus bleibe in Ewigkeit, und wie sagst du, dass der Sohn
des Menschen erhoeht werden muesse? Wer ist dieser, der Sohn des
Menschen? 12.35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine
Zeit ist das Licht unter euch; wandelt, waehrend ihr das Licht
habt, damit nicht Finsternis euch ergreife. Und wer in der
Finsternis wandelt, weiss nicht, wohin er geht. 12.36 Waehrend
ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Soehne des
Lichtes werdet. Dies redete Jesus und ging weg und verbarg sich
vor ihnen.

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