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| | | Seite 1 von 2 1 2 | | 1 Ehe und Kinder Hoseas als Sinnbild fuer die Untreue Israels - Endzeitliche Gnade. | 1.1 Das Wort des HERRN, das zu Hosea, dem Sohn des Beeri,
geschah in den Tagen des Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, der Koenige
von Juda, und in den Tagen des Jerobeam, des Sohnes des Joasch,
des Koenigs von Israel.
1.2 Als der HERR anfing, mit Hosea zu reden, da sprach der
HERR zu Hosea: Geh, nimm dir eine hurerische Frau und [zeuge]
hurerische Kinder! Denn das Land treibt staendig Hurerei, vom
HERRN hinweg.
1.3 Da ging er und nahm Gomer, die Tochter Diblajims; und sie
wurde schwanger und gebar ihm einen Sohn. 1.4 Und der HERR
sprach zu ihm: Gib ihm den Namen Jesreel! Denn [nur] ein
Weilchen noch, dann suche ich die Blutschuld von Jesreel am Haus
Jehu heim und mache dem Koenigtum des Hauses Israel ein Ende.
1.5 Und es wird geschehen an jenem Tag, da zerbreche ich den
Bogen Israels in der Ebene Jesreel. - 1.6 Und sie wurde wieder
schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Gib ihr
den Namen Lo-Ruhama! Denn ich erbarme mich kuenftig ueber das Haus
Israel nicht mehr, sondern nehme ihnen [mein Erbarmen] voellig
weg. 1.7 Aber ueber das Haus Juda erbarme ich mich und rette
sie durch den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht durch
Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch
Reiter. - 1.8 Und als sie Lo-Ruhama entwoehnt hatte, wurde sie
[wieder] schwanger und gebar einen Sohn. 1.9 Und er sprach:
Gib ihm den Namen Lo-Ammi! Denn ihr seid nicht mein Volk, und
ich, ich will nicht euer [Gott] sein. | | |
| | 2 | 2.1 Doch die Zahl der Soehne Israel wird wie Sand am Meer
werden, den man nicht messen und nicht zaehlen kann. Und es wird
geschehen, an der Stelle, an der zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid
nicht mein Volk!, wird zu ihnen gesagt werden: Soehne des
lebendigen Gottes. 2.2 Und die Soehne Juda und die Soehne Israel
werden sich miteinander versammeln und sich ein [gemeinsames]
Oberhaupt geben und aus dem Land heraufziehen; denn gross ist der
Tag von Jesreel. 2.3 Sagt zu euren Bruedern: Mein Volk! - und
zu euren Schwestern: Erbarmen! | | |
| | Untreue der Mutter, ihre Bestrafung und Rueckkehr. | 2.4 Rechtet mit eurer Mutter, rechtet! - denn sie ist nicht
meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann - damit sie ihre Hurerei
von ihrem Gesicht entfernt und ihren Ehebruch zwischen ihren
Bruesten, 2.5 damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie
hinstelle wie an dem Tag ihrer Geburt und ich sie einer Wueste
gleichmache und sie wie duerres Land werden lasse und sie vor
Durst sterben lasse.
2.6 Auch ueber ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil
sie hurerische Kinder sind. 2.7 Denn ihre Mutter hat gehurt;
die mit ihnen schwanger ging, hat Schande getrieben. Denn sie
sagte: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die [mir] mein
Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und meinen Flachs, mein
Oel und mein Getraenk.
2.8 Darum: Siehe, ich will ihren Weg mit Dornen verzaeunen, und
ich will ihr eine Mauer errichten, dass sie ihre Pfade nicht
finden kann. 2.9 Dann wird sie ihren Liebhabern nachjagen und
sie nicht erreichen, und sie wird sie suchen und nicht finden.
Dann wird sie sagen: Ich will mich aufmachen und zu meinem
ersten Mann zurueckkehren, denn damals ging es mir besser als
jetzt. 2.10 Aber sie erkannte nicht, dass ich es war, der ihr
das Korn und den Most und das Oel gab, und dass ich ihr das Silber
vermehrte und das Gold, - sie [aber] haben es fuer den Baal
verwendet. 2.11 Darum nehme ich mein Korn zurueck zu seiner
Zeit und meinen Most zu seiner Frist und entreisse [ihr] meine
Wolle und meinen Flachs, die ihre Bloesse bedecken sollten. 2.12
Dann decke ich ihre Scham auf vor den Augen ihrer Liebhaber, und
niemand wird sie meiner Hand entreissen. 2.13 Und ich mache ein
Ende mit all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden und
ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten. 2.14 Und ich veroede
ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagte: Die
sind mein Liebeslohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben. Und
ich mache sie zum Gestruepp, dass die Tiere des Feldes sie
abfressen. - 2.15 Und ich suche an ihnen heim die [Fest]tage
der Baalim, an denen sie ihnen Rauchopfer darbrachte und sich
mit ihrem Ring und ihrem Halsgeschmeide schmueckte und ihren
Liebhabern nachlief; mich aber hat sie vergessen, spricht der
HERR.
2.16 Darum: Siehe, ich werde sie locken und sie in die Wueste
fuehren und ihr zu Herzen reden. 2.17 Dann gebe ich ihr von
dort aus ihre Weinberge und das Tal Achor als Tor der Hoffnung.
Und dort wird sie willig sein wie in den Tagen ihrer Jugend und
wie an dem Tag, als sie aus dem Land Aegypten heraufzog.
2.18 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da
rufst du: Mein Mann! Und du rufst mich nicht mehr: Mein Baal!
2.19 Und ich entferne die Namen der Baalim aus ihrem Mund, und
sie werden nicht mehr mit ihrem Namen erwaehnt. 2.20 Und ich
schliesse fuer sie an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des
Feldes und mit den Voegeln des Himmels und mit den kriechenden
Tieren des Erdbodens. Und Bogen und Schwert und Krieg zerbreche
ich [und entferne sie] aus dem Land. Und ich lasse sie in
Sicherheit wohnen.
2.21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will
dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und
in Erbarmen, 2.22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und
du wirst den HERRN erkennen.
2.23 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich erhoeren,
spricht der HERR. Ich erhoere den Himmel, und der erhoert die
Erde; 2.24 und die Erde erhoert das Korn und den Most und das
Oel, und diese erhoeren Jesreel. 2.25 Und ich will sie mir saeen
im Land und will mich ueber die Lo-Ruhama erbarmen. Und ich will
zu Lo-Ammi sagen: Du bist mein Volk! Und er wird sagen: Mein
Gott! | | |
| | 3 Erzwungene Treue der Frau Hoseas als Sinnbild fuer die Wiedergewinnung Israels fuer Gott. | 3.1 Und der HERR sprach zu mir: Geh noch einmal, liebe eine
Frau, die sich von einem anderen lieben laesst und Ehebruch
treibt, wie der HERR die Soehne Israel liebt, die sich aber
anderen Goettern zuwenden und Traubenkuchen lieben. 3.2 Da
kaufte ich sie mir fuer fuenfzehn Silber[schekel] und einen Homer Gerste
und einen Letech Gerste. 3.3 Und ich sagte zu ihr: Viele Tage
sollst du [bei] mir bleiben, du sollst nicht huren und keinem
Mann gehoeren; und auch ich [verhalte mich] dir gegenueber [so].
3.4 Denn die Soehne Israel bleiben viele Tage ohne Koenig und ohne
Oberste, ohne Schlachtopfer und ohne Gedenkstein und ohne Ephod
und Teraphim. 3.5 Danach werden die Soehne Israel umkehren und
den HERRN, ihren Gott, aufsuchen und David, ihren Koenig. Und sie
werden sich bebend zum HERRN wenden und zu seiner Guete am Ende
der Tage. | | |
| | 4 Strafrede gegen Israel und seine Priester wegen ihres Goetzendienstes - Warnung an Juda. | 4.1 Hoert das Wort des HERRN, ihr Soehne Israel! Denn der HERR
hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes; denn keine
Treue und keine Gnade und keine Erkenntnis Gottes ist im Land.
4.2 Verfluchen und Luegen, Morden, Stehlen und Ehebrechen haben
sich ausgebreitet, und Bluttat reiht sich an Bluttat. 4.3
Darum vertrocknet das Land und welkt jeder, der darin wohnt,
samt den Tieren des Feldes und den Voegeln des Himmels; selbst
die Fische des Meeres werden dahingerafft.
4.4 Jedoch niemand soll rechten oder jemanden zurechtweisen!
Sondern mit dir fuehre ich den Rechtsstreit, Priester, 4.5 so
dass du stuerzst am [hellen] Tag. Ja, auch der Prophet stuerzt mit
dir bei Nacht. Und ich lasse deine Mutter umkommen.
4.6 Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Weil du die
Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir
nicht mehr als Priester dienst. Du hast das Gesetz deines Gottes
vergessen, so vergesse auch ich deine Kinder.
4.7 Je mehr sie wurden, desto mehr suendigten sie gegen mich.
Ihre Ehre vertausche ich gegen Schande. 4.8 Die Suende meines
Volkes essen sie, und nach ihrer Schuld verlangen sie. 4.9 Und
wie dem Volk, so wird es dem Priester ergehen. Und ich suche
seine Wege an ihm heim, und seine Taten vergelte ich ihm. 4.10
Sie essen, aber werden nicht satt werden. Sie treiben Hurerei,
doch sie werden sich nicht ausbreiten. Denn sie haben es
aufgegeben, auf den HERRN zu achten. 4.11 Hurerei, Wein und
Most nehmen den Verstand weg. 4.12 Mein Volk befragt sein
Holz, und sein Stab gibt ihm Auskunft. Denn der Geist der
Hurerei hat [es] irregefuehrt, und sie huren von ihrem Gott weg.
4.13 Auf den Gipfeln der Berge opfern sie, und auf den Huegeln
bringen sie Rauchopfer dar, unter Eiche und Storaxbaum und
Terebinthe, weil ihr Schatten gut ist. Darum huren eure Toechter,
und eure Schwiegertoechter treiben Ehebruch. 4.14 Nicht an
euren Toechtern suche ich es heim, dass sie huren, und [nicht] an
euren Schwiegertoechtern, dass sie Ehebruch treiben. Denn sie
selbst gehen mit den Huren beiseite, und abseits mit den
Tempeldirnen opfern sie. So kommt das Volk, das keine Einsicht
hat, zu Fall.
4.15 Wenn du hurst, Israel, soll Juda nicht schuldig werden.
Kommt nicht nach Gilgal und zieht nicht hinauf nach Bet-Awen!
Und schwoere nicht: So wahr der HERR lebt!
4.16 Ja, Israel ist widerspenstig geworden wie eine
widerspenstige Kuh. Wird da der HERR sie weiden wie ein Lamm auf
weitem Raum? 4.17 Verbuendet mit Goetzenbildern ist Ephraim. Lass
es gewaehren! 4.18 Ist ihr Zechen vorbei, huren, ja huren sie.
Sie lieben und lieben; die Gegengabe dafuer ist Schande. 4.19
Ein Wind wickelt sie ein in seine Fluegel, und sie werden
zuschanden mit ihren Altaeren. | | |
| | 5 Drohrede gegen Israel und Juda. | 5.1 Hoert dies, ihr Priester, und merkt auf, Haus Israel! Und
ihr, Haus des Koenigs, nehmt es zu Ohren! Denn euch gilt das
Urteil. Ja, ihr seid eine Falle fuer Mizpa und ein ausgespanntes
Fangnetz auf dem Tabor; 5.2 und die Abtruennigen haben die
Unzucht weit getrieben. Ich aber bin eine Zuechtigung fuer sie
alle. 5.3 Ich selbst habe Ephraim erkannt, und Israel ist
nicht vor mir verborgen. Denn nun hast du Hurerei getrieben,
Ephraim; Israel hat sich unrein gemacht. 5.4 Ihre Taten
gestatten ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren. Denn der Geist
der Hurerei ist in ihrem Innern, und den HERRN erkennen sie
nicht. 5.5 Der Hochmut Israels zeugt ihm ins Angesicht, und
Israel und Ephraim werden stuerzen ueber ihre Schuld; auch Juda
stuerzt mit ihnen. 5.6 Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern
werden sie hingehen, um den HERRN zu suchen, und werden ihn
nicht finden: er hat sich ihnen entzogen. 5.7 Sie haben
treulos gegen den HERRN gehandelt, denn sie haben fremde Kinder
gezeugt. Nun wird sie ein Neumond verzehren mit ihren
Grundstuecken. | | |
| | Zwiegespraech Gottes mit seinem Volk: Bruderkrieg als Gerichtsandrohung, fluechtige Umkehr des Volkes, Gottes Klage. | 5.8 Stosst ins Horn zu Gibea, in die Trompete zu Rama! Erhebt
Kriegsgeschrei in Bet-Awen: [Der Feind ist] hinter dir her,
Benjamin! 5.9 Ephraim wird zur Wueste werden am Tag der
Zuechtigung. Ueber die Staemme Israels habe ich Zuverlaessiges
verkuendet.
5.10 Die Obersten von Juda sind geworden wie [solche], die die
Grenze verruecken. Ueber sie schuette ich meinen Grimm aus wie
Wasser. 5.11 Unterdrueckt ist Ephraim, zerbrochen das Recht;
denn eilfertig lief es den nichtigen [Goetzen] nach. 5.12 Und
ich bin wie Eiter fuer Ephraim und wie Faeulnis fuer das Haus Juda.
5.13 Ephraim sah seine Krankheit und Juda sein Geschwuer. Da
ging Ephraim nach Assur und sandte hin zum Koenig Jareb. Der aber
kann euch nicht gesundmachen und wird [euch] von eurem Geschwuer
nicht heilen. 5.14 Denn ich bin wie ein Loewe fuer Ephraim und
wie ein Jungloewe fuer das Haus Juda. Ich, ich zerreisse und gehe
davon; ich trage weg, und niemand errettet. 5.15 Ich gehe,
kehre zurueck an meinen Ort, bis sie ihre Schuld buessen und mein
Angesicht suchen. In ihrer Not werden sie mich suchen. | | |
| | 6 | 6.1 `Kommt und lasst uns zum HERRN umkehren! Denn er hat
zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat geschlagen, er wird
uns auch verbinden. 6.2 Er wird uns nach zwei Tagen neu
beleben, am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem
Angesicht leben. 6.3 So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst
uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN! Sicher wie die
Morgenroete ist sein Hervortreten. Er kommt wie der Regen [zu]
uns, wie der Spaetregen, der die Erde benetzt.
6.4 Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda,
da eure Guete wie die Morgenwolke ist und wie der Tau, der frueh
verschwindet? 6.5 Darum habe ich durch die Propheten
dreingeschlagen, habe sie erschlagen durch die Worte meines
Mundes; und mein Recht geht hervor wie das Licht. 6.6 Denn an
Guete habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der
Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern. | | |
| | Bundesbruch und Verwilderung in Israel - von Gott aufgedeckt. | 6.7 Sie aber haben den Bund uebertreten wie [die Bewohner von]
Adam, haben dort treulos gegen mich gehandelt. 6.8 Gilead ist
eine Stadt von Uebeltaetern, voll Blutspuren. 6.9 Und wie Raeuber
[im Hinterhalt] warten, so die Rotte der Priester. Sie morden
auf dem Weg nach Sichem, ja, sie verueben Schandtat. 6.10 Im
Haus Israel habe ich Abscheuliches gesehen: Da ist Ephraims
Hurerei, [da] hat Israel sich unrein gemacht. 6.11 Auch dir,
Juda, ist eine Ernte bestimmt! Wenn ich das Geschick meines
Volkes wende, | | |
| | 7 | 7.1 wenn ich Israel heile, werden die Schuld Ephraims und die
Bosheiten Samarias aufgedeckt. Denn sie ueben Betrug, der Dieb
dringt ein, die Raeuberbande pluendert draussen. 7.2 Aber sie
bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich mich an all ihre Bosheit
erinnere. Nun haben ihre Taten sie umringt, sie sind vor meinem
Angesicht.
7.3 Mit ihrer Bosheit erfreuen sie den Koenig und mit ihren
Luegen die Obersten. 7.4 Sie alle sind Ehebrecher wie ein
brennender Ofen ohne Baecker. Der hoert auf zu schueren vom Kneten
des Teiges an bis zu seiner Saeuerung. 7.5 Am Tag unsres Koenigs
machen sie die Obersten krank von der Glut des Weines. Seine
Gewalt reisst die Schwaetzer davon. 7.6 Denn sie naehern sich mit
Hinterlist, [waehrend] ihr Herz wie ein Ofen ist: ihr Zorn
schlaeft die ganze Nacht, am Morgen brennt er wie ein flammendes
Feuer. 7.7 Sie alle gluehen wie ein Ofen, sie verzehren ihre
Richter. Alle ihre Koenige fallen, keiner von ihnen ruft mich an.
7.8 Ephraim vermischt sich mit den Voelkern. Ephraim ist ein
Brotfladen geworden, der nicht gewendet ist. 7.9 Fremde
verzehren seine Kraft, und er erkennt es nicht. Auch graues Haar
hat sich bei ihm eingeschlichen, und er erkennt es nicht. 7.10
So zeugt der Hochmut Israels ihm [selbst] ins Gesicht. Und sie
kehren nicht um zum HERRN, ihrem Gott, und bei alledem suchen
sie ihn nicht. 7.11 Und Ephraim ist wie eine Taube geworden,
die sich betoeren laesst, ohne Verstand. Aegypten rufen sie an, nach
Assur laufen sie. 7.12 Sowie sie hinlaufen, spanne ich mein
Fangnetz ueber sie aus; wie Voegel des Himmels hole ich sie
herunter. Ich zuechtige sie, wie es ihrer Gemeinde verkuendigt
worden ist.
7.13 Wehe ihnen! Denn sie sind vor mir geflohen. Verwuestung
ueber sie! Denn sie haben mit mir gebrochen. Und ich, ich wollte
sie wohl loskaufen, sie aber reden Luegen ueber mich. 7.14 Und
sie schreien in ihrem Herzen nicht zu mir um Hilfe, sondern
heulen auf ihren Lagern, ritzen sich wegen Korn und Most [und]
wenden sich gegen mich. 7.15 Und ich, ich wies [sie] zurecht,
ich staerkte ihre Arme, doch sie ersinnen Boeses gegen mich.
7.16 Sie wenden sich um, [doch] nicht zu mir. Sie sind wie ein
schlaffer Bogen geworden. Ihre Obersten werden durchs Schwert
fallen wegen der Verwuenschung ihrer Zunge: das wird ihre
Verspottung sein im Land Aegypten. | | |
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