Seite 3 von 7 1 2 3 4 5 6 7 | | Verheissung der Wiederannahme Jerusalems. | 16.53 Und ich wende ihr Geschick, das Geschick Sodoms und
ihrer Toechter und das Geschick Samarias und ihrer Toechter, und
ich wende dein Geschick in ihrer Mitte: 16.54 damit du deine
Schmach traegst und dich all dessen schaemst, was du getan hast,
wodurch du sie troestest. 16.55 Und deine Schwestern, Sodom und
ihre Toechter, werden in ihren frueheren Zustand zurueckkehren, und
Samaria und ihre Toechter werden in ihren frueheren Zustand
zurueckkehren, und auch du und deine Toechter, ihr werdet in euren
frueheren Zustand zurueckkehren. 16.56 Hat nicht deine Schwester
Sodom zu einer [abschreckenden] Kunde in deinem Mund gedient am
Tag deines Hochmutes, 16.57 bevor deine [eigene] Bosheit
aufgedeckt wurde, so wie jetzt das Hoehnen der Toechter Edoms -
und all derer, die rings um sie her [wohnen], der Toechter der
Philister, die dich verachteten - von allen Seiten [ueber dich
ertoent]? 16.58 Deine Schandtat und deine Greuel, die musst du
[jetzt] tragen, spricht der HERR. 16.59 Denn so spricht der
Herr, HERR: Ja, ich will dir tun, wie du getan, die du den Eid
verachtet, indem du den Bund gebrochen hast. 16.60 Ich aber,
ich will an meinen Bund denken, [den ich] mit dir in den Tagen
deiner Jugend [geschlossen habe], und will dir einen ewigen Bund
aufrichten. 16.61 Und du wirst an deine Wege denken und dich
schaemen, wenn du deine Schwestern [zu dir] nimmst, die groesser
sind als du, samt denen, die kleiner sind als du, und ich sie
dir zu Toechtern gebe, aber nicht wegen deines
Bundes[verhaltens]. 16.62 Und ich selbst werde meinen Bund mit
dir aufrichten, und du wirst erkennen, dass ich der HERR bin:
16.63 damit du daran denkst und dich schaemst und den Mund
nicht mehr oeffnest wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles
vergebe, was du getan hast, spricht der Herr, HERR. | | |
| | 17 Gleichnis von Adler und Zeder: Treubruch des Koenigs von Juda gegen den Koenig von Babel. | 17.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 17.2
Menschensohn, gib ein Raetsel auf und rede ein Gleichnis zum Haus
Israel, 17.3 und sprich: So spricht der Herr, HERR: Der grosse
Adler mit grossen Fluegeln, langen Schwingen, vollem Gefieder, der
bunte [Federn] hatte, kam zum Libanon und nahm den Wipfel der
Zeder. 17.4 Den obersten ihrer Triebe brach er ab und brachte
ihn ins Land der Haendler, in die Stadt der Kaufleute setzte er
ihn. 17.5 Und er nahm von dem Samen des Landes und setzte ihn
in ein Saatfeld, als Weide an reichlich [stroemendes] Wasser, als
Ufergewaechs setzte er ihn, 17.6 damit er wachse und zu einem
wuchernden Weinstock werde von niedrigem Wuchs, damit seine
Ranken sich zu ihm hin wendeten und seine Wurzeln unter ihm
waeren. Und er wurde zu einem Weinstock und bildete Triebe und
streckte [seine] Aeste aus. - 17.7 Und da war ein Adler, ein
anderer, grosser, mit grossen Fluegeln und viel Gefieder. Und
siehe, dieser Weinstock drehte seine Wurzeln zu ihm hin und
streckte seine Ranken nach ihm aus, damit er ihn traenke, weg von
dem Beet, in das er gepflanzt war. 17.8 In ein gutes Feld, an
reichlich [stroemende] Wasser war er gepflanzt, um Zweige zu
treiben und Frucht zu tragen, um zu einem herrlichen Weinstock
zu werden. 17.9 Sage: So spricht der Herr, HERR: Wird er
gedeihen? Wird man nicht seine Wurzeln ausreissen und seine
Frucht abschneiden, so dass alle frischen [Blaetter] seines
Sprosses verdorren? [Ja], er wird [ganz] verdorren! [Es wird]
nicht [noetig sein,] mit starkem Arm und zahlreichem Volk ihn aus
seinen Wurzeln loszureissen. 17.10 Und siehe, ist er [auch]
gepflanzt, wird er gedeihen? Wird er nicht, sobald der Ostwind
ihn beruehrt, ganz verdorren? Auf dem Beet, auf dem er sprosste,
wird er verdorren.
17.11 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 17.12 Sprich
doch zu dem widerspenstigen Haus: Erkennt ihr nicht, was das
ist? Sage: Siehe, der Koenig von Babel ist nach Jerusalem
gekommen und hat seinen Koenig und seine Obersten weggenommen und
hat sie zu sich nach Babel weggefuehrt. 17.13 Und er nahm
[einen] von den koeniglichen Nachkommen und schloss mit ihm einen
Bund und liess ihn einen Eid eingehen. Die Maechtigen des Landes
aber nahm er [gefangen], 17.14 damit das Koenigtum niedrig
bleibe [und] damit es sich nicht erhebe [und] damit es seinen
Bund halte, dass es bestehen bleibe. 17.15 Aber er empoerte sich
gegen ihn, indem er seine Boten nach Aegypten sandte, damit es
ihm Pferde und viel [Kriegs-]Volk gebe. Wird es Gedeihen haben?
Wird er, der das getan hat, entkommen? Da er den Bund gebrochen
hat, sollte er entkommen? 17.16 So wahr ich lebe, spricht der
Herr, HERR, wenn er an dem Ort des Koenigs, der ihn zum Koenig
gemacht hat, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er
gebrochen hat, [wenn er] bei ihm in Babel nicht sterben wird!
17.17 Und der Pharao wird ihm nicht mit einem grossen Heer und
mit einer zahlreichen Schar im Krieg beistehen, wenn man einen
Belagerungswall aufschuettet und Belagerungstuerme baut, um viele
Seelen auszurotten. 17.18 Hat er doch den Eid verachtet und
den Bund gebrochen! Siehe, er hatte ja seine Hand darauf gegeben
und tat [dennoch] all dieses. Er wird nicht entkommen. 17.19
Darum spricht der Herr, HERR: So wahr ich lebe, wenn ich meinen
Eid, den er verachtet, und meinen Bund, den er gebrochen hat,
ihm nicht auf seinen Kopf bringe! 17.20 Und ich spanne mein
Fangnetz ueber ihn aus, und in meinem Jagdnetz wird er gefangen;
und ich bringe ihn nach Babel, und dort gehe ich mit ihm ins
Gericht wegen seiner Untreue, die er gegen mich begangen hat,
17.21 [mit ihm] und mit all seinen ausgewaehlten Truppen. Unter
all seinen Scharen werden sie durchs Schwert fallen, und die
Uebriggebliebenen werden in alle Winde zerstreut. Und ihr werdet
erkennen, dass ich, der HERR, geredet habe. | | |
| | Zukuenftige Wiederherstellung des Koenigtums Davids. | 17.22 So spricht der Herr, HERR: Und ich selbst werde von dem
Wipfel der hohen Zeder [einen Trieb] nehmen und [ihn] einsetzen;
von dem obersten ihrer Triebe werde ich einen zarten abbrechen
und werde ihn selber einpflanzen auf einem hohen und aufragenden
Berg. 17.23 Auf den hohen Berg Israels werde ich ihn pflanzen;
und er wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer
herrlichen Zeder werden. Und unter ihr werden alle Voegel wohnen,
alles, was Fluegel hat; im Schatten ihrer Zweige werden sie
wohnen. 17.24 Und alle Baeume des Feldes werden erkennen, dass
ich, der HERR, den hohen Baum erniedrige, den niedrigen Baum
erhoehe, dass ich den gruenen Baum vertrocknen lasse und den duerren Baum zum Bluehen bringe. Ich, der HERR, habe geredet und werde es
tun. | | |
| | 18 Gottes Vergeltung und persoenliche Verantwortung - Moeglichkeit der Umkehr. | 18.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 18.2 Was habt
ihr, dass ihr dieses Sprichwort im Land Israel gebraucht und
sprecht: Die Vaeter essen unreife Trauben, und die Zaehne der
Soehne werden stumpf? 18.3 So wahr ich lebe, spricht der Herr,
HERR, wenn ihr diesen Spruch in Israel noch gebraucht! 18.4
Siehe, alle Seelen gehoeren mir; wie die Seele des Vaters, so
auch die Seele des Sohnes. Sie gehoeren mir. Die Seele, die
suendigt, sie [allein] soll sterben.
18.5 Und wenn jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit
uebt, 18.6 auf den Bergen nicht isst und seine Augen nicht
erhebt zu den Goetzen des Hauses Israel und die Frau seines
Naechsten nicht unrein macht und einer Frau [zur Zeit ihrer]
Unreinheit nicht naht 18.7 und niemanden unterdrueckt, das
Pfand des Schuldners zurueckgibt, keinen Raub begeht, sein Brot
dem Hungernden gibt und den Nackten mit Kleidung bedeckt, 18.8
auf Zins nicht gibt und Aufschlag nicht nimmt, seine Hand vom
Unrecht zurueckhaelt, rechtes Gericht uebt zwischen Mann und Mann,
18.9 in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen
haelt, um [sie] getreu zu befolgen: gerecht ist er. Leben soll
er, spricht der Herr, HERR. - 18.10 Zeugt er aber einen
gewalttaetigen Sohn, der Blut vergiesst und eines von diesen
[Dingen] tut - 18.11 er selbst aber hat alles das nicht getan
-, wenn [der] sogar auf den Bergen isst und die Frau seines
Naechsten unrein macht, 18.12 den Elenden und den Armen
unterdrueckt, Raub an sich reisst, das Pfand nicht zurueckgibt und
seine Augen zu den Goetzen erhebt, Greuel veruebt, 18.13 auf
Zins gibt und Aufschlag nimmt: sollte er leben? Er soll nicht
leben! All diese Greuel hat er veruebt: er muss getoetet werden,
sein Blut wird auf ihm sein. 18.14 Und siehe, der zeugt einen
Sohn, und dieser sieht alle Suenden seines Vaters, die der tut;
er sieht [sie] und tut nicht desgleichen: 18.15 Er isst nicht
auf den Bergen und erhebt seine Augen nicht zu den Goetzen des
Hauses Israel, er macht nicht die Frau seines Naechsten unrein,
18.16 und er unterdrueckt niemanden, pfaendet kein Pfand und
begeht keinen Raub, er gibt dem Hungernden sein Brot und bedeckt
den Nackten mit Kleidung, 18.17 er haelt seine Hand vom Unrecht
zurueck, nimmt weder Zins noch Aufschlag, er befolgt meine
Rechtsbestimmungen, lebt in meinen Ordnungen: der wird nicht
wegen der Schuld seines Vaters sterben. Leben soll er! 18.18
Sein Vater, weil er Erpressung veruebt, am Bruder Raub begangen
und das, was nicht gut war, inmitten seines Volkes getan hat:
siehe, er [allein] soll um seiner Schuld willen sterben.
V. 19-32: Kap. 33,7-20.
18.19 Ihr aber sagt: `Warum traegt der Sohn nicht an der Schuld
des Vaters [mit]? Dabei hat der Sohn [doch] Recht und
Gerechtigkeit geuebt, hat alle meine Ordnungen bewahrt und sie
getan: Leben soll er! 18.20 Die Seele, die suendigt, sie soll
sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters
[mit-]tragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes
[mit-]tragen. Die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein,
und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.
18.21 Wenn aber der Gottlose umkehrt von all seinen Suenden,
die er getan hat, und alle meine Ordnungen bewahrt und Recht und
Gerechtigkeit uebt: leben soll er [und] nicht sterben. 18.22
All seine Vergehen, die er begangen hat, sollen ihm nicht
angerechnet werden; um seiner Gerechtigkeit willen, die er geuebt
hat, soll er leben. 18.23 Sollte ich wirklich Gefallen haben
am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht [vielmehr]
daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt? 18.24 Wenn
aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht
tut nach all den Greueln, die der Gottlose veruebt hat - tut er
es, sollte er leben? -: An all seine gerechten Taten, die er
getan hat, soll nicht gedacht werden. Wegen seiner Untreue, die
er begangen, und wegen seiner Suende, die er getan hat,
ihretwegen soll er sterben.
18.25 Aber ihr sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht recht. Hoert
doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht? Sind nicht
[vielmehr] eure Wege nicht recht? 18.26 Wenn ein Gerechter von
seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht tut und um dieser
[Suenden] willen stirbt, so stirbt er wegen seines Unrechts, das
er getan hat. 18.27 Wenn aber ein Gottloser von seiner
Gottlosigkeit, die er begangen hat, umkehrt und Recht und
Gerechtigkeit uebt: er wird seine Seele am Leben erhalten.
18.28 Sieht er es ein und kehrt er um von all seinen Vergehen,
die er begangen hat: leben soll er [und] nicht sterben. -
18.29 Aber das Haus Israel sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht
recht. Sind meine Wege nicht recht, Haus Israel? Sind nicht
[vielmehr] eure Wege nicht recht? 18.30 Darum werde ich euch
richten, Haus Israel, jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr,
HERR. Kehrt um und wendet euch ab von allen euren Vergehen, dass
es euch nicht ein Anstoss zur Schuld wird! 18.31 Werft von euch
alle eure Vergehen, mit denen ihr euch vergangen habt, und
schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Ja, wozu
wollt ihr sterben, Haus Israel? 18.32 Denn ich habe kein
Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht der Herr, HERR.
So kehrt um, damit ihr lebt! | | |
| | 19 Klagelied ueber das Koenigshaus von Juda. | 19.1 Und du, erhebe ein Klagelied ueber die Fuersten Israels,
19.2 und sage: Was war [doch] deine Mutter fuer eine Loewin
unter Loewen! Sie lagerte unter Jungloewen, zog ihre Jungen gross.
19.3 Und sie zog eins von ihren Jungen auf, es wurde ein
Jungloewe; und er lernte Raub rauben, er frass Menschen. 19.4 Da
bot man Nationen gegen ihn auf, in ihrer Grube wurde er
gefangen; und sie brachten ihn mit Haken in das Land Aegypten.
19.5 Und als sie sah, dass ihre Hoffnung dahin, verloren war,
da nahm sie ein anderes von ihren Jungen und machte es zu einem
Jungloewen. 19.6 Und es lebte unter Loewen, wurde ein Jungloewe;
und er lernte Raub rauben, er frass Menschen. 19.7 Und er
zerbrach ihre Palaeste, ihre Staedte legte er in Truemmer; und das
Land und seine Fuelle entsetzte sich vor der Stimme seines
Gebruells. 19.8 Da setzte man gegen ihn die Nationen ringsum
aus den Provinzen ein; und sie spannten ihr Fangnetz ueber ihn
aus, in ihrer Grube wurde er gefangen. 19.9 Und sie setzten
ihn mit Haken in den Kaefig und brachten ihn zum Koenig von Babel,
[und] er brachte ihn in Gewahrsam, damit seine Stimme nicht mehr
gehoert wuerde auf den Bergen Israels.
19.10 Deine Mutter ist einem Weinstock gleichgeworden, an
Wassern gepflanzt; er wurde fruchtbar und voller Ranken vom
vielen Wasser. 19.11 Und er bekam starke Zweige, [geeignet]
fuer Herrscher-Zepter, und sein Wuchs erhob sich empor zwischen
das dichte Laub [der Baeume]; und er wurde sichtbar durch seine
Hoehe, durch die Menge seiner Ranken. 19.12 Aber er wurde
ausgerissen im Zorn, zu Boden geworfen, und der Ostwind liess
seine Frucht verdorren; sie wurden abgerissen und vertrockneten;
sein starker Zweig - Feuer verzehrte ihn. 19.13 Und nun ist er
in die Wueste gepflanzt, in ein duerres und durstiges Land.
19.14 Und ein Feuer ging vom Gezweig seiner Triebe aus [und]
hat seine Frucht verzehrt; und kein starker Zweig war [mehr] an
ihm, kein Zepter zum Herrschen.
Ein Klagelied ist es, und zum Klagelied wurde es. | | |
| | 20 Israels Suenden - Gottes Gerichts- und Heilshandeln. | 20.1 Und es geschah im siebten Jahr, im fuenften [Monat], am
Zehnten des Monats, da kamen Maenner von den Aeltesten Israels, um
den HERRN zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder.
20.2 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 20.3
Menschensohn, rede zu den Aeltesten Israels, und sage zu ihnen:
So spricht der Herr, HERR: Um mich zu befragen, seid ihr
gekommen? So wahr ich lebe, wenn ich mich von euch befragen
lasse! spricht der Herr, HERR. 20.4 Willst du sie [nicht
vielmehr] richten? Willst du richten, Menschensohn? Die Greuel
ihrer Vaeter lass sie erkennen, 20.5 und sage zu ihnen: So
spricht der Herr, HERR: An dem Tag, als ich Israel erwaehlte, da
erhob ich meine Hand der Nachkommenschaft des Hauses Jakob [zum
Schwur] und gab mich ihnen im Land Aegypten kund und erhob meine
Hand ihnen [zum Schwur] und sprach: Ich bin der HERR, euer Gott!
20.6 An jenem Tag erhob ich fuer sie meine Hand [zum Schwur],
dass ich sie aus dem Land Aegypten herausfuehren wuerde in ein Land,
das ich fuer sie ausgekundschaftet hatte, das von Milch und Honig
ueberfliesst; die Zierde ist es unter allen Laendern. 20.7 Und
ich sprach zu ihnen: Werft die Scheusale weg, an denen eure
Augen haengen, und macht euch nicht mit den Goetzen Aegyptens
unrein! Ich bin der HERR, euer Gott.
20.8 Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht
auf mich hoeren; keiner warf die Scheusale weg, an denen seine
Augen hingen, und die Goetzen Aegyptens verliessen sie nicht. Da
gedachte ich, meinen Grimm ueber sie auszugiessen, meinen Zorn an
ihnen zu vollenden mitten im Land Aegypten. 20.9 Aber ich
handelte [gnaedig] um meines Namens willen, damit er nicht
entweiht wuerde vor den Augen der Nationen, in deren Mitte sie
waren und vor deren Augen ich mich ihnen kundgegeben hatte,
[indem ich schwor], sie aus dem Land Aegypten herauszufuehren.
20.10 Und ich fuehrte sie aus dem Land Aegypten und brachte sie
in die Wueste. 20.11 Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und
meine Rechtsbestimmungen liess ich sie wissen, durch die der
Mensch, wenn er sie tut, lebt. 20.12 Und auch meine Sabbate
gab ich ihnen, dass sie zum [Bundes-] Zeichen seien zwischen mir
und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der sie
heiligt. - 20.13 Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen
mich in der Wueste; sie lebten nicht in meinen Ordnungen und
verwarfen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch, wenn
er sie tut, lebt; und meine Sabbate entweihten sie sehr. Da
gedachte ich, meinen Grimm in der Wueste ueber sie auszugiessen, um
sie zu vernichten. 20.14 Aber ich handelte [gnaedig] um meines
Namens willen, damit er nicht entweiht wuerde vor den Augen der
Nationen, vor deren Augen ich sie herausgefuehrt hatte. 20.15
Doch auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wueste [zum Schwur],
dass ich sie nicht in das Land bringen wuerde, das ich [ihnen]
gegeben hatte, das von Milch und Honig ueberfliesst - die Zierde
ist es unter allen Laendern -, 20.16 weil sie meine
Rechtsbestimmungen verwarfen und in meinen Ordnungen nicht
lebten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz lief ihren
Goetzen nach. 20.17 Aber ich war ihretwegen betruebt, so dass ich
sie nicht vernichtete, und ich machte mit ihnen kein Ende in der
Wueste.
20.18 Und ich sprach zu ihren Soehnen in der Wueste: Lebt nicht
in den Ordnungen eurer Vaeter, und ihre Rechtsbestimmungen
bewahrt nicht, und mit ihren Goetzen macht euch nicht unrein!
20.19 Ich bin der HERR, euer Gott: Lebt in meinen Ordnungen,
und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie! 20.20 Und
heiligt meine Sabbate, damit sie zum [Bundes-]Zeichen seien
zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der HERR, euer
Gott bin. - 20.21 Aber [auch] die Soehne waren widerspenstig
gegen mich; in meinen Ordnungen lebten sie nicht, und meine
Rechtsbestimmungen bewahrten sie nicht, sie zu tun, durch die
[doch] der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und meine Sabbate
entweihten sie. Da gedachte ich, meinen Grimm ueber sie
auszugiessen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden in der Wueste.
20.22 Aber ich wandte meine Hand zurueck und handelte [gnaedig]
um meines Namens willen, damit er nicht entweiht wuerde vor den
Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie herausgefuehrt hatte.
20.23 [Doch] auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wueste [zum
Schwur], dass ich sie unter die Nationen versprengen und sie in
die Laender zerstreuen wuerde, 20.24 weil sie meine
Rechtsbestimmungen nicht taten und meine Ordnungen verwarfen und
meine Sabbate entweihten und ihre Augen hinter den Goetzen ihrer
Vaeter her waren. 20.25 Und auch ich gab ihnen Ordnungen, die
nicht gut waren, und Rechtsbestimmungen, durch die sie nicht
leben konnten. 20.26 Und ich machte sie durch ihre Gaben
unrein, indem sie alle Erstgeburt des Mutterleibes durch [das
Feuer] gehen liessen: damit ich ihnen Entsetzen einfloesste, damit
sie erkannten, dass ich der HERR bin.
20.27 Darum, Menschensohn, rede zum Haus Israel und sage zu
ihnen: So spricht der Herr, HERR: [Auch] noch dadurch haben eure
Vaeter mich gelaestert, dass sie Untreue gegen mich begingen:
20.28 Als ich sie in das Land gebracht, das ihnen zu geben ich
meine Hand [zum Schwur] erhoben hatte, ersahen sie [sich] jeden
hohen Huegel und jeden dichtbelaubten Baum und opferten dort ihre
Schlachtopfer und gaben dort ihre widerwaertigen Opfergaben und
brachten dort ihren wohlgefaelligen Geruch dar und spendeten ihre
Trankopfer. 20.29 Und ich sprach zu ihnen: Was ist das fuer
eine Hoehe, wohin ihr geht? So wurde ihr Name Bama genannt, bis
auf diesen Tag.
20.30 Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR:
Wollt ihr euch auf die Weise eurer Vaeter unrein machen und ihren
Scheusalen nachhuren? 20.31 Ja, indem ihr eure Gaben darbringt
und eure Soehne durchs Feuer gehen lasst, macht ihr euch unrein
bis heute an all euren Goetzen! Da sollte ich mich von euch
befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht der
Herr, HERR, wenn ich mich von euch befragen lasse! 20.32 Und
was in eurem Geist aufgestiegen ist, soll niemals geschehen, dass
ihr [naemlich] sagt: Wir wollen sein wie die Nationen und wie die
Geschlechter der Laender, um im Dienst von Holz und Stein zu
stehen. 20.33 So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn
ich nicht mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit
ausgegossenem Grimm als Koenig ueber euch herrschen werde! 20.24
Und ich werde euch aus den Voelkern herausfuehren und euch aus den
Laendern, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand und
mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm sammeln.
20.35 Und ich werde euch in die Wueste der Voelker bringen und
dort mit euch ins Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht;
20.36 wie ich mit euren Vaetern ins Gericht gegangen bin in der
Wueste des Landes Aegypten, ebenso werde ich mit euch ins Gericht
gehen, spricht der Herr, HERR. 20.37 Und ich werde euch unter
dem [Hirten]stab hindurchziehen lassen und euch abgezaehlt
hineinbringen. 20.38 Und ich werde von euch ausscheiden, die
sich empoerten und mit mir brachen; ich werde sie aus dem Land
ihrer Fremdlingschaft herausfuehren, aber in das Land Israel
sollen sie nicht kommen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der
HERR bin.
20.39 Ihr aber, Haus Israel, so spricht der Herr, HERR: Geht
[doch] hin, dient ein jeder seinen Goetzen! Aber nachher -
solltet ihr wirklich nicht auf mich hoeren? - dann werdet ihr
meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und
mit euren Goetzen. 20.40 Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem
hohen Berg Israels, spricht der Herr, HERR, dort wird mir das
ganze Haus Israel insgesamt dienen im Land. Dort werde ich sie
wohlgefaellig annehmen, und dort werde ich eure Hebopfer
einfordern und die Erstlinge eurer Geschenke, all eure heiligen
Gaben. 20.41 Beim wohlgefaelligen Geruch [eurer Opfer] werde
ich euch wohlgefaellig annehmen, wenn ich euch aus den Voelkern
herausfuehre und euch aus den Laendern sammle, in die ihr
zerstreut worden seid, und ich mich an euch als heilig erweise
vor den Augen der Nationen. 20.42 Und ihr werdet erkennen, dass
ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel bringe, in
das Land, [ueber] das ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe,
es euren Vaetern zu geben. 20.43 Und ihr werdet dort an eure
Wege und all eure Taten denken, mit denen ihr euch unrein
gemacht habt; und ihr werdet an euch selbst Ekel empfinden wegen
all eurer boesen Taten, die ihr begangen habt. 20.44 Und ihr
werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mit euch handle
um meines Namens willen [und] nicht nach euren boesen Wegen und
nach euren verderbenbringenden Taten, Haus Israel, spricht der
Herr, HERR. | | |
| | 21 Gottes Gerichtswort ueber Jerusalem und Ammon. | V. 1-5: Kap. 15.
21.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 21.2
Menschensohn, richte dein Gesicht nach Sueden, und rede zum
Mittag hin und weissage gegen den Wald des Gefildes im Suedland!
21.3 Und sage zum Wald des Suedlandes: Hoere das Wort des HERRN!
So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will in dir ein Feuer
anzuenden; das wird jeden gruenen Baum und jeden duerren Baum in
dir verzehren. Die lodernde Flamme wird nicht verloeschen, und
vom Sueden bis zum Norden werden alle Gesichter durch sie
versengt. 21.4 Und alles Fleisch soll sehen, dass ich, der
HERR, es angezuendet habe. Es wird nicht erloeschen. 21.5 Und
ich sprach: Ach, Herr, HERR! Sie sagen von mir: Redet er nicht
in Gleichnissen?
21.6 Und das Wort des HERRN geschah zu mir: 21.7
Menschensohn, richte dein Gesicht nach Jerusalem, und rede gegen
die Heiligtuemer und weissage gegen das Land Israel! 21.8 Und
sprich zu dem Land Israel: So spricht der HERR: Siehe, ich will
an dich und werde mein Schwert aus seiner Scheide ziehen; und
ich werde aus dir den Gerechten und den Ungerechten ausrotten!
21.9 Weil ich aus dir den Gerechten und den Ungerechten
ausrotten will, darum soll mein Schwert aus seiner Scheide
fahren gegen alles Fleisch vom Sueden bis zum Norden. 21.10 Und
alles Fleisch wird erkennen, dass ich, der HERR, mein Schwert aus
seiner Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder [dahin]
zurueckkehren. 21.11 Und du, Menschensohn, stoehne! Mit
brechenden Hueften und mit bitterem [Schmerz] sollst du vor ihren
Augen stoehnen! 21.12 Und es soll geschehen, wenn sie zu dir
sagen: `Weswegen stoehnst du?, dann sollst du sagen: `Wegen der
kommenden Nachricht. Und jedes Herz wird zerschmelzen, und alle
Haende werden erschlaffen, und jeder Geist wird verzagen, und
alle Knie werden von Wasser triefen. Siehe, es kommt und
geschieht, spricht der Herr, HERR.
21.13 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 21.14
Menschensohn, weissage! Und du sollst sagen: So spricht der
Herr: Sage: Ein Schwert, ein Schwert, geschaerft und auch
geschliffen! 21.15 Damit es ein Schlachten anrichtet, ist es
geschaerft; damit es blitzt, ist es geschliffen. - Oder sollen
wir uns freuen [und sagen]: Das Zepter meines Sohnes verwirft
alles Holz? - 21.16 Und man hat es zum Schleifen gegeben, um
es mit der Faust zu packen. Geschaerft ist es, das Schwert, es
ist geschliffen, damit man es in die Hand eines Moerders gebe.
21.17 Schreie um Hilfe und heule, Menschensohn! Denn es
richtet sich gegen mein Volk, es [richtet sich] gegen alle
Fuersten Israels: Sie sind dem Schwert verfallen samt meinem
Volk. Darum schlag dir auf die Hueften! 21.18 Denn die Probe
ist gemacht. Und warum sollte es, wenn du sogar das Zepter
verwirfst, nicht geschehen? spricht der Herr, HERR. - 21.19
Und du, Menschensohn, weissage und schlag die Haende zusammen! Da
verdoppelt sich das Schwert, [ja] verdreifacht sich, ein Schwert
der Erschlagenen ist es, ein gewaltiges Schwert der
Erschlagenen, das tief in sie eindringt. 21.20 Damit das Herz
verzage und viele zum Stuerzen gebracht werden, bringe ich an all
ihre Tore das Schlachten des Schwertes! Wehe! Zum Blitzen ist es
gemacht, zum Schlachten geschaerft. 21.21 Erweise deine
Schaerfe, [und] wende dich nach rechts, wende dich nach links,
wohin deine Schneide [gerade] gerichtet ist! 21.22 Und auch
ich will meine Haende zusammenschlagen und meinen Grimm stillen.
Ich, der HERR, habe geredet.
21.23 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 21.24 Und
du, Menschensohn, mache dir zwei Wege, auf denen das Schwert des
Koenigs von Babel kommt! Von einem Land sollen sie beide
ausgehen. Und setze einen Wegweiser, an den Anfang des Weges zur
Stadt setze [ihn]! 21.25 Du sollst einen Weg machen, damit das
Schwert komme nach Rabba der Soehne Ammon und nach Juda, das [nur
noch] in Jerusalem befestigt ist. 21.26 Denn der Koenig von
Babel bleibt am Kreuzweg stehen, am Anfang der beiden Wege, um
das Losorakel zu befragen; er schuettelt die Pfeile, befragt die
Teraphim, beschaut die Leber. 21.27 In seiner Rechten ist das
Losorakel `Jerusalem, dass er Sturmboecke aufstelle, den Mund
oeffne mit Geschrei, die Stimme erhebe mit Kriegsgeschrei,
Sturmboecke gegen die Tore aufstelle, Belagerungswaelle aufschuette
und Belagerungstuerme baue. - 21.28 In ihren Augen aber ist es
ihnen wie ein falsches Orakel - sie haben ja die heiligsten Eide
-; er aber bringt [ihre] Schuld in Erinnerung, damit sie gefasst
werden.
21.29 Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr eure Schuld
in Erinnerung bringt, indem eure Verbrechen offenbar werden, so
dass eure Suenden in allen euren Taten gesehen werden, weil ihr
angezeigt worden seid, werdet ihr mit [harter] Hand gefasst
werden. 21.30 Und du, erschlagener Gottloser, Fuerst Israels,
dessen Tag gekommen ist zur Zeit der endgueltigen Strafe! 21.31
So spricht der Herr, HERR: Weg mit dem Kopfbund, und fort mit
der Krone! Nichts bleibt, wie es ist. Das Niedrige soll erhoeht
und das Hohe erniedrigt werden! 21.32 Zu Truemmern, Truemmern,
Truemmern mache ich es. Auch das bleibt nicht - bis der kommt,
dem das Recht gehoert; dem gebe ich es.
V. 33-37: Kap. 25,1-7; Jer 49,1-6; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.
21.33 Und du, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht
der Herr, HERR, ueber die Soehne Ammon und ueber ihr Hoehnen. Und
sprich: Schwert, Schwert, zum Schlachten gezueckt, zum Fressen
geschliffen, damit es als Blitz dreinfahre, 21.34 um dich,
waehrend man dir Nichtiges schaut, waehrend man dir Luege wahrsagt,
an die Haelse der [toedlich] verwundeten Gottlosen zu legen, deren
Tag gekommen ist zur Zeit der endgueltigen Strafe! 21.35 Stecke
es wieder in seine Scheide! An dem Ort, wo du geschaffen bist,
in dem Land deiner Herkunft, werde ich dich richten. 21.36 Und
ich werde meinen Zorn ueber dich ausgiessen, das Feuer meines
Grimms gegen dich anfachen; und ich werde dich in die Hand roher
Maenner geben, die Verderben schmieden. 21.37 Du wirst dem
Feuer zum Frass [gegeben] werden, dein Blut wird mitten im Land
sein; an dich wird nicht mehr gedacht werden. Denn ich, der
HERR, habe geredet. | | |
| | 22 Schuld und Bestrafung von Jerusalem und Juda. | 22.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 22.2 Und du,
Menschensohn, willst du richten, willst du richten die Stadt der
Blutschuld? So lass sie alle ihre Greuel erkennen, 22.3 und
sage: So spricht der Herr, HERR: [Du] Stadt, die in ihrer Mitte
Blut vergiesst, damit ihre [Gerichts]zeit komme, und die sich
Goetzen macht, so dass sie sich unrein mache! 22.4 Durch dein
Blut, das du vergossen hast, bist du schuldig geworden; und
durch deine Goetzen, die du gemacht, hast du dich unrein gemacht;
und du hast deine [Gerichts]tage herbeigefuehrt und bist zu
deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich zum Hohn fuer die
Nationen gemacht und zum Gespoett fuer alle Laender. 22.5 Die
[dir] nahe und die von dir entfernt [wohnen], verspotten dich,
deren Ruf befleckt, deren Bestuerzung gewaltig ist. - 22.6
Siehe, die Fuersten Israels waren in dir - jeder [pochte] auf
seine Macht -, um Blut zu vergiessen. 22.7 Vater und Mutter
verachtet man in dir, dem Fremden tut man Gewalt an in deiner
Mitte, Waise und Witwe unterdrueckt man in dir. 22.8 Meine
heiligen Dinge verachtest du, und meine Sabbate entweihst du.
22.9 Verleumder sind in dir, um Blut zu vergiessen. Und auf den
Bergen isst man in dir, Schandtaten veruebt man in deiner Mitte.
22.10 Die Bloesse des Vaters deckt man auf in dir, die in ihrer
Absonderung Unreine schwaecht man in dir. 22.11 Der eine veruebt
Greuel mit der Frau seines Naechsten, der andere macht seine
Schwiegertochter durch Schandtat unrein, und ein anderer
schwaecht in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
22.12 Bestechungsgeschenke nimmt man in dir, um Blut zu
vergiessen; Zins und Aufschlag nimmst du und uebervorteilst deinen
Naechsten mit Gewalt. Mich aber vergisst du, spricht der Herr,
HERR.
22.13 Und siehe, ich schlage in meine Hand wegen deines
unrechten Gewinns, den du gemacht hast, und ueber deine
Blutschuld, die in deiner Mitte ist. 22.14 Wird dein Herz fest
bleiben, oder werden deine Haende stark sein in den Tagen, da ich
mit dir handeln werde? Ich, der HERR, habe geredet und werde
handeln. 22.15 Und ich werde dich versprengen unter die
Nationen und dich zerstreuen in die Laender und deine Unreinheit
ganz aus dir wegschaffen. 22.16 Und du wirst durch dich selbst
entweiht werden vor den Augen der Nationen; und du wirst
erkennen, dass ich der HERR bin.
22.17 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 22.18
Menschensohn, das Haus Israel ist fuer mich zu Schlacken
geworden; sie alle sind Kupfer und Zinn und Eisen und Blei im
Schmelzofen; Silberschlacken sind sie geworden. 22.19 Darum,
so spricht der Herr, HERR: Weil ihr alle zu Schlacken geworden
seid, darum, siehe, werde ich euch in Jerusalem zusammentun.
22.20 [Wie] man Silber und Kupfer und Eisen und Blei und Zinn
in einen Schmelzofen zusammentut, um Feuer darunter anzublasen,
um es zu schmelzen, so werde ich euch in meinem Zorn und in
meinem Grimm zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen.
22.21 Und ich werde euch sammeln und das Feuer meines Grimms
gegen euch anblasen, dass ihr darin geschmolzen werdet. 22.22
Wie Silber im Ofen geschmolzen wird, so werdet ihr mitten in ihm
geschmolzen werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR,
meinen Grimm ueber euch ausgegossen habe.
22.23 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 22.24
Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht
benetzt, nicht beregnet ist am Tag des Zorns, 22.25 dessen
Obere in seiner Mitte sind wie ein bruellender Loewe, der Beute
reisst. Seelen fressen sie, Reichtum und Kostbarkeiten nehmen
sie, seine Witwen lassen sie zahlreich werden in seiner Mitte.
22.26 Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen
meine heiligen Dinge; zwischen heilig und nicht heilig
unterscheiden sie nicht, und [den Unterschied] zwischen unrein
und rein lassen sie nicht erkennen; und vor meinen Sabbaten
verhuellen sie ihre Augen. So werde ich in ihrer Mitte entweiht.
22.27 Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Woelfe, die Beute
reissen, um Blut zu vergiessen, Seelen zugrunde zu richten, damit
sie unrechten Gewinn erlangen. 22.28 Und seine Propheten
streichen ihnen Tuenche [darueber], indem sie Nichtiges schauen
und ihnen Luegen wahrsagen und sprechen: So spricht der Herr,
HERR! Und doch hat der HERR nicht geredet. 22.29 Das Volk des
Landes veruebt Erpressung und begeht Raub; und den Elenden und
Armen unterdruecken sie, und am Fremden handeln sie gegen [jedes]
Recht. 22.30 Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die
Mauer zumauern und vor mir fuer das Land in den Riss treten
koennte, damit ich es nicht verheeren muesste; aber ich fand
keinen. 22.31 So giesse ich meinen Zorn ueber sie aus, im Feuer
meines Grimms vernichte ich sie, ihren Weg bringe ich auf ihren
Kopf, spricht der Herr, HERR. | | |
| | 23 Die beiden unzuechtigen Schwestern Ohola und Oholiba. | Kap. 16.
23.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 23.2
Menschensohn, [da gab es] zwei Frauen, Toechter einer Mutter
waren sie. 23.3 Die hurten in Aegypten, [bereits] in ihrer
Jugend hurten sie; dort wurden ihre Brueste gedrueckt, und dort
betastete man ihren jungfraeulichen Busen. 23.4 Die aeltere hiess
Ohola und ihre Schwester Oholiba. Und sie wurden mein und
gebaren Soehne und Toechter. Und [was] ihre Namen [betrifft]:
Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.
23.5 Und Ohola hurte von mir weg. Und sie hatte Verlangen nach
ihren Liebhabern, den kampftuechtigen Assyrern, 23.6 gekleidet
in violetten Purpur, den Statthaltern und Befehlshabern,
anmutige junge Maenner waren sie alle, Reiter, auf Pferden
reitend. 23.7 Und sie richtete ihre Hurereien auf sie. Die
Auslese der Soehne Assur waren sie alle; und mit allen, nach
denen sie Verlangen hatte, [und] mit all deren Goetzen machte sie
sich unrein. 23.8 Auch ihre von Aegypten her [gewohnten]
Hurereien liess sie nicht; denn [schon] in ihrer Jugend hatten
sie bei ihr gelegen und hatten ihren jungfraeulichen Busen
betastet und ihre Hurerei ueber sie ausgegossen. 23.9 Darum
habe ich sie in die Hand ihrer Liebhaber gegeben, in die Hand
der Soehne Assur, nach denen sie Verlangen hatte. 23.10 Die
haben ihre Bloesse aufgedeckt, ihre Soehne und ihre Toechter
weggenommen, und sie selbst haben sie mit dem Schwert
erschlagen, so dass sie zum Gerede bei den Frauen wurde, und
haben Strafgerichte an ihr geuebt.
23.11 Und ihre Schwester Oholiba sah es, und sie trieb es mit
ihrem Verlangen verderblicher als sie und mit ihren Hurereien
[schlimmer] als ihre Schwester mit [ihren] Hurereien. 23.12
Sie bekam Verlangen nach den Soehnen Assur, Statthaltern und
Befehlshabern, Kaempfern, praechtig gekleidet, Reitern, auf
Pferden reitend; anmutige junge Maenner waren sie alle. 23.13
Und ich sah, dass sie sich unrein gemacht hatte: Dieselbe Art
hatten sie beide. 23.14 Aber sie trieb ihre Hurereien [noch]
weiter: Denn sie sah Maenner in Zeichnung an der Wand, Bilder von
Chaldaeern, mit roter Farbe eingezeichnet, 23.15 geguertet mit
einem Gurt an ihren Hueften, herabhaengenden Turbanen auf ihren
Koepfen, sie alle vom Aussehen hervorragender Kaempfer, ein Abbild
der Soehne Babels, deren Geburtsland Chaldaea ist. 23.16 Und als
ihre Augen sie sahen, bekam sie Verlangen nach ihnen, und sie
sandte Boten zu ihnen nach Chaldaea. 23.17 Da kamen die Soehne
Babels zu ihr zum Liebeslager und machten sie durch ihre Hurerei
unrein. Doch als sie sich an ihnen unrein gemacht hatte, wandte
sich ihre Seele jaeh von ihnen ab. 23.18 Und als sie [so] ihre
Hurereien aufgedeckt hatte und ihre Bloesse aufgedeckt hatte, da
wandte sich meine Seele jaeh von ihr ab, ebenso wie meine Seele
sich von ihrer Schwester jaeh abgewandt hatte. 23.19 Sie aber
vermehrte [noch] ihre Hurereien, indem sie an die Tage ihrer
Jugend dachte, als sie im Land Aegypten gehurt hatte. 23.20 Und
sie bekam Verlangen nach ihren Liebhabern, deren Fleisch wie das
Fleisch der Esel und deren Erguss wie der Erguss der Pferde ist.
23.21 Und du sehntest dich nach der Schandtat deiner Jugend,
als man in Aegypten deinen Busen betastete um deiner jugendlichen
Brueste willen. - 23.22 Darum, Oholiba, so spricht der Herr,
HERR: Siehe, ich erwecke gegen dich deine Liebhaber, von denen
deine Seele sich jaeh abgewandt hat, und lasse sie von allen
Seiten ueber dich kommen: 23.23 die Soehne Babels und alle
Chaldaeer, Pekod und Schoa und Koa, alle Soehne Assur mit ihnen,
anmutige junge Maenner, Statthalter und Befehlshaber sind sie
alle, hervorragende Kaempfer und Raete, sie alle auf Pferden
reitend. 23.24 Die kommen ueber dich von Norden, [mit] Wagen
und Raedern und Scharen von Voelkern; Langschild und Kleinschild
und Helm richten sie ringsum gegen dich. Und ich uebergebe ihnen
das Gericht, und sie werden dich nach ihren Rechtssaetzen
richten. 23.25 Und ich bringe meinen Eifer ueber dich, und sie
werden im Grimm mit dir verfahren: deine Nase und deine Ohren
werden sie abschneiden, und was nach dir [uebrigbleibt], wird
durch das Schwert fallen; deine Soehne und deine Toechter werden
sie wegnehmen, und was nach dir [uebrigbleibt], wird durch das
Feuer verzehrt werden. 23.26 Und sie werden dir deine Kleider
ausziehen und deine praechtigen Geschmeide nehmen. 23.27 Und
ich will ein Ende machen deiner Schandtat von dir und deiner
Hurerei vom Land Aegypten her, so dass du deine Augen nicht mehr
zu ihnen erheben und nicht mehr denken wirst an Aegypten.
23.28 Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich gebe dich in
die Hand derer, die du hasst, in die Hand derer, von denen deine
Seele sich jaeh abgewandt hat. 23.29 Und sie werden voller Hass
mit dir verfahren und all dein Erworbenes wegnehmen und dich
nackt und bloss zuruecklassen. Da sollen deine hurerische Bloesse
und deine Schandtat und deine Hurereien aufgedeckt werden.
23.30 Das wird dir geschehen, weil du den Nationen nachgehurt,
weil du dich mit ihren Goetzen unrein gemacht hast. 23.31 Auf
dem Weg deiner Schwester bist du gegangen, so gebe ich ihren
Becher in deine Hand. 23.32 So spricht der Herr, HERR: Du
wirst den Becher deiner Schwester trinken, den tiefen und weiten
- zum Gelaechter und zum Spott wird sie -, der so viel fasst.
23.33 Von Trunkenheit und Kummer wirst du voll werden; ein
Becher des Entsetzens und der Veroedung ist der Becher deiner
Schwester Samaria. 23.34 Und du wirst ihn trinken und
ausschluerfen und wirst seine Scherben benagen und deine Brueste
zerreissen; denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR. -
23.35 Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil du mich vergessen
und mich hinter deinen Ruecken geworfen hast, so trage du auch
deine Schandtat und deine Hurereien!
23.36 Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, willst du die
Ohola und die Oholiba richten? Dann halte ihnen ihre Greuel vor!
23.37 Denn sie haben Ehebruch getrieben, und Blut ist an ihren
Haenden, und mit ihren Goetzen haben sie Ehebruch getrieben; und
sogar ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, haben sie ihnen
zum Frass durch [das Feuer] gehen lassen. 23.38 Und dies haben
sie mir noch [dazu] angetan: Sie haben am selben Tag mein
Heiligtum unrein gemacht und meine Sabbate entweiht. 23.39
Denn wenn sie ihre Soehne fuer ihre Goetzen schlachteten, dann
kamen sie am selben Tag in mein Heiligtum, es zu entweihen; und
siehe, so haben sie es mitten in meinem Haus getrieben. 23.40
Ja, sie haben sogar [Boten] zu Maennern gesandt, die von fernher
kommen sollten - zu denen ein Bote gesandt worden war; und
siehe, sie kamen! -, fuer die du dich gebadet, deine Augen
geschminkt und [dir] Schmuck angelegt hast 23.41 und dich auf
ein prunkvolles Polster gesetzt hast, vor dem ein Tisch bereitet
war; und darauf hast du mein Raeucherwerk und mein Oel gestellt.
23.42 Und mit laermender Stimme sang man den Maennern zu wegen
der Menge der Menschen, die aus der Wueste gekommen waren; und
sie legten Armringe an ihre Haende und [setzten] prachtvolle
Kronen auf ihre Koepfe.
23.43 Da sprach ich: [Noch immer] Ehebruch fuer die
Verbrauchte? Jetzt treibt man ihre Hurereien, und sie [freut
sich darueber]. 23.44 Und man ging zu ihr ein, wie man zu einer
Hure eingeht; so gingen sie ein zu Ohola und zu Oholiba, den
unzuechtigen Frauen. 23.45 Aber gerechte Maenner, die werden sie
richten nach dem Recht fuer Ehebrecherinnen und nach dem Recht
fuer solche, die Blut vergiessen; denn sie sind Ehebrecherinnen,
und Blut ist an ihren Haenden. - 23.46 Denn so spricht der
Herr, HERR: Man fuehre eine Versammlung gegen sie herauf, und
gebe sie der Misshandlung und der Pluenderung preis! 23.47 Und
die Versammlung soll sie steinigen und sie mit ihren Schwertern
zerhauen; ihre Soehne und ihre Toechter soll man erschlagen und
ihre Haeuser mit Feuer vernichten! 23.48 Und so werde ich die
Schandtat aus dem Land wegschaffen, damit alle Frauen sich
warnen lassen und nicht nach eurer Schandtat handeln. 23.49
Und sie werden eure Schandtat auf euch bringen, und die Suenden
[,die ihr mit] euren Goetzen [begangen habt,] werdet ihr tragen.
Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin. | | |
| | 24 Der Kochtopf als Bild fuer die Zerstoerung Jerusalems - Keine Klage Hesekiels ueber den Tod seiner Frau als Zeichenhandlung fuer das unbeklagte Jerusalem. | 24.1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir im neunten Jahr, im
zehnten Monat, am Zehnten des Monats: 24.2 Menschensohn,
schreibe dir den Namen des Tages auf, ebendieses Tages! An
ebendiesem Tag wirft sich der Koenig von Babel [mit seinem Heer]
auf Jerusalem.
24.3 Und rede ein Gleichnis zu dem widerspenstigen Haus, und
sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Setze den Topf auf,
setze [ihn] auf, und giesse auch Wasser hinein! 24.4 Lege seine
[Fleisch]stuecke zusammen hinein, lauter gute Stuecke, Lende und
Schulter; auserlesene Knochen fuelle ein! 24.5 Nimm auserlesene
Schafe, und schichte auch ringsherum die Holzstuecke darunter;
lass seine [Fleisch]stuecke sieden; auch seine Knochen sollen
darin kochen! - 24.6 Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe,
Stadt der Blutschuld! Topf, an dem sein Rost ist und dessen Rost
nicht von ihm abgeht! Stueck fuer Stueck leere ihn aus, ohne dass
darueber das Los gefallen ist. 24.7 Denn ihr Blut ist in ihrer
Mitte: sie hat es auf den kahlen Felsen getan, sie hat es nicht
auf die Erde gegossen, dass man es mit Staub bedecken koennte.
24.8 Um Zorn heraufzufuehren, um Rache zu ueben, habe ich ihr
Blut auf den kahlen Felsen getan, damit es nicht bedeckt wird. -
24.9 Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe, Stadt der
Blutschuld! Auch ich werde den Holzstoss gross machen. 24.10
Haeufe das Holz, zuende das Feuer an, koche das Fleisch gar, und
schuette die Bruehe weg, und die Knochen sollen angebrannt werden!
24.11 Und stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit seine Bronze
heiss wird und glueht und seine Unreinheit in ihm schmilzt, sein
Rost abgeht! 24.12 Vergebliche Muehe! Sein vieler Rost geht
nicht von ihm ab. Ins Feuer mit seinem Rost! - 24.13 Wegen
deiner schaendlichen Unreinheit, weil ich dich reinigte, du aber
nicht rein wurdest, so wirst du [nun] von deiner Unreinheit
nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gestillt
habe. 24.14 Ich, der HERR, habe geredet. Es kommt, und ich tue
es; ich lasse nicht nach; ich bin [deinetwegen] nicht betruebt
und lasse es mich nicht gereuen. Nach deinen Wegen und nach
deinen Taten richte ich dich, spricht der Herr, HERR.
24.15 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: 24.16
Menschensohn, siehe, ich nehme die in deinen Augen
Begehrenswerte von dir weg durch ploetzlichen Tod. Du aber sollst
nicht klagen und nicht weinen, und keine Traene soll dir kommen.
24.17 Stoehne bewegungslos, Totenklage stell nicht an; binde
dir deinen Kopfbund um, und zieh deine Schuhe an deine Fuesse!
Deinen Bart sollst du nicht verhuellen und Brot der Trauer nicht
essen!
24.18 Und ich redete zum Volk am Morgen, und am Abend starb
meine Frau. Und ich tat am Morgen, wie mir befohlen war. 24.19
Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht mitteilen, was
uns das bedeuten soll, dass du [so] handelst? 24.20 Da sagte
ich zu ihnen: Das Wort des HERRN geschah zu mir so: 24.21 Sage
zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich entweihe
mein Heiligtum, den Stolz eurer Macht, das in euren Augen
Begehrenswerte und das Verlangen eurer Seele. Und eure Soehne und
eure Toechter, die ihr zurueckgelassen habt, werden durchs Schwert
fallen. 24.22 Dann werdet ihr tun, wie ich getan habe: den
Bart werdet ihr nicht verhuellen und Brot der Trauer nicht essen,
24.23 und eure Kopfbunde werden auf euren Koepfen [bleiben] und
eure Schuhe an euren Fuessen. Ihr werdet nicht klagen und nicht
weinen, sondern werdet dahinschwinden in euren Suenden und
seufzen einer zum andern hin. 24.24 So wird Hesekiel fuer euch
zum Wahrzeichen werden; nach allem, was er getan hat, werdet ihr
tun. Wenn es kommt, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr,
HERR, bin.
24.25 Und du, Menschensohn, siehe, an dem Tag, da ich ihre
Zuflucht wegnehme von ihnen, die Freude ihrer Pracht, das in
ihren Augen Begehrenswerte und die Sehnsucht ihrer Seelen, ihre
Soehne und ihre Toechter; 24.26 an jenem Tag wird ein
Entkommener zu dir kommen, um es deine Ohren vernehmen zu
lassen. 24.27 An jenem Tag wird dein Mund geoeffnet werden vor
dem Entkommenen, und du wirst reden und nicht mehr stumm sein.
So sollst du ihnen zu einem Wahrzeichen werden; und sie werden
erkennen, dass ich der HERR bin. | | |
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