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| | | Seite 1 von 3 1 2 3 | | 10 Sprueche Salomos. | 10.1 Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein toerichter
Sohn ist der Kummer seiner Mutter. 10.2 Nichts nuetzen gottlose
Schaetze, aber Gerechtigkeit rettet vom Tod. 10.3 Der HERR laesst
nicht hungern die Seele des Gerechten, aber die Gier der
Gottlosen stoesst er zurueck. 10.4 Arm wird, wer mit laessiger
Hand schafft, aber die Hand der Fleissigen macht reich. 10.5
Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn, wer in der Ernte
schlaeft, ein schandbarer Sohn. 10.6 Segen ist auf dem Haupt
des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat.
10.7 Des Gerechten gedenkt man zum Segen, aber der Name der
Gottlosen fault. 10.8 Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an,
wer aber naerrische Lippen hat, kommt zu Fall. 10.9 Wer in
Lauterkeit lebt, lebt sicher, wer aber krumme Wege waehlt, muss
schwitzen. 10.10 Wer mit den Augen zwinkert, verursacht
Schmerz, und wer naerrische Lippen hat, kommt zu Fall. 10.11
Eine Quelle des Lebens ist der Mund des Gerechten, aber der Mund
der Gottlosen birgt Gewalttat. 10.12 Hass erregt Zaenkereien,
aber Liebe deckt alle Vergehen zu. 10.13 Auf den Lippen des
Verstaendigen findet sich Weisheit, aber der Stock [findet sich]
fuer den Ruecken des Unverstaendigen. 10.14 Weise bewahren
Erkenntnis, aber der Mund des Narren ist nahes Verderben.
10.15 Der Besitz des Reichen ist seine feste Stadt, das
Verderben der Geringen ist ihre Armut. 10.16 Der Erwerb des
Gerechten [gereicht] zum Leben, der Ertrag des Gottlosen zur
Suende. 10.17 Ein Pfad zum Leben ist, wer auf Zucht achtet; wer
aber die Mahnung unbeachtet laesst, leitet in die Irre. 10.18
Wer Hass verbirgt, hat Luegenlippen; und wer Verleumdung
ausstreut, ist ein Tor. 10.19 Bei vielen Worten bleibt
Treubruch nicht aus, wer aber seine Lippen zuegelt, handelt klug.
10.20 Auserlesenes Silber ist die Zunge des Gerechten, das
Herz der Gottlosen [aber] ist wenig wert. 10.21 Die Lippen des
Gerechten weiden viele, aber die Narren sterben durch
Unverstand. 10.22 Der Segen des HERRN, der macht reich, und
[eigenes] Abmuehen fuegt neben ihm nichts hinzu. 10.23 Als ein
Vergnuegen gilt dem Toren das Verueben von Schandtat, dem
verstaendigen Mann aber die Weisheit. 10.24 Wovor dem Gottlosen
graut, das wird ueber ihn kommen, aber der Wunsch der Gerechten
wird gewaehrt. 10.25 Sobald ein Sturmwind daherfaehrt, ist der
Gottlose nicht mehr; der Gerechte aber ist fest gegruendet fuer
ewig. 10.26 Wie Essig fuer die Zaehne und wie Rauch fuer die
Augen, so ist der Faule fuer die, die ihn senden. 10.27 Die
Furcht des HERRN vermehrt die [Lebens]tage, aber die Jahre der
Gottlosen werden verkuerzt. 10.28 Das Warten der Gerechten
[fuehrt zur] Freude, aber die Hoffnung der Gottlosen wird
zunichte. 10.29 Eine Zuflucht fuer den, der rechtschaffenen
Weges ist, ist der HERR, aber Verderben fuer die, die Unrecht
tun. 10.30 Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht zum Wanken
gebracht, aber die Gottlosen werden im Land nicht wohnen
bleiben. 10.31 Der Mund des Gerechten laesst Weisheit spriessen,
aber die Zunge der Verkehrtheit wird abgeschnitten. 10.32 Die
Lippen des Gerechten sind bedacht auf Wohlgefaelliges, der Mund
der Gottlosen aber auf Verkehrtes. | | |
| | 11 | 11.1 Truegerische Waagschalen sind dem HERRN ein Greuel, aber
volles Gewicht hat sein Wohlgefallen. 11.2 Kommt Uebermut,
kommt auch Schande, doch bei den Bescheidenen ist Weisheit.
11.3 Die Rechtschaffenheit der Aufrichtigen leitet sie sicher,
die Falschheit der Treulosen aber zerstoert sie selbst. 11.4
Nichts nuetzt Reichtum am Tag des Zornes, Gerechtigkeit aber
rettet vom Tod. 11.5 Die Gerechtigkeit des Lauteren ebnet ihm
den Weg, doch der Gottlose kommt durch seine Gottlosigkeit zu
Fall. 11.6 Die Gerechtigkeit der Aufrichtigen rettet sie, aber
durch ihre Gier werden die Treulosen gefangen. 11.7 Mit dem
Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung verloren, und
die truegerische Erwartung ist verloren. 11.8 Der Gerechte wird
aus der Bedraengnis befreit, und es kommt der Gottlose an seine
Stelle. 11.9 Mit dem Mund richtet der Ruchlose seinen Naechsten
zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit.
11.10 Beim Wohl der Gerechten frohlockt die Stadt, und beim
Untergang der Gottlosen ist Jubel. 11.11 Durch den Segen der
Aufrichtigen steigt eine Stadt auf, durch den Mund der Gottlosen
aber wird sie niedergerissen. 11.12 Wer seinen Naechsten
verachtet, ist ohne Verstand, aber ein verstaendiger Mann
schweigt. 11.13 Wer als Verleumder umhergeht, gibt
Anvertrautes preis; wer aber zuverlaessigen Sinnes ist, haelt die
Sache verborgen. 11.14 Wo es an Fuehrung fehlt, kommt ein Volk
zu Fall, doch [kommt] Rettung durch viele Ratgeber. 11.15
Schlecht, ja schlecht geht es einem, wenn er fuer einen Fremden
buergt; wer aber Handschlag hasst, ist sicher. 11.16 Eine
anmutige Frau erlangt Ehre, aber ein Thron der Schande ist eine
Frau, die Redlichkeit hasst. Den Faulen fehlt es an Besitz, die
Fleissigen aber erlangen Reichtum. 11.17 Es erweist der Guetige
sich selbst Gutes, doch schneidet sich ins eigene Fleisch der
Grausame. 11.18 Der Gottlose schafft [sich] truegerischen
Gewinn, wer aber Gerechtigkeit saet, dauerhaften Lohn. 11.19
Steht einer fest in der Gerechtigkeit, [fuehrt das] zum Leben,
jagt er dem Boesen nach, [gereicht es] zu seinem Tod. 11.20 Ein
Greuel fuer den HERRN sind die mit verschlagenem Herzen; aber
sein Wohlgefallen sind [Menschen] mit untadligem Wandel. 11.21
Die Hand darauf! Der Boese bleibt nicht ungestraft; aber die
Nachkommen der Gerechten entrinnen. 11.22 Ein goldener Ring im
Ruessel einer Sau, [so] ist eine Frau, die schoen, aber ohne
Feingefuehl ist. 11.23 Das Begehren der Gerechten [bringt]
lauter Gutes, [aber] das Hoffen der Gottlosen Zorn. 11.24 Da
ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer,
der mehr spart, als recht ist, [und es gereicht ihm] nur zum
Mangel. 11.25 Wer gern wohltut, wird reichlich gesaettigt, und
wer [andere] traenkt, wird auch selbst getraenkt. 11.26 Wer
Getreide zurueckhaelt, den verwuenschen die Leute; aber Segen
[kommt] auf das Haupt dessen, der Getreide verkauft. 11.27 Wer
auf das Gute aus ist, sucht Wohlgefallen; wer aber nach Boesem
trachtet, ueber den wird es kommen. 11.28 Wer auf seinen
Reichtum vertraut, der wird fallen, aber wie Laub werden die
Gerechten sprossen. 11.29 Wer sein Haus zerruettet, wird Wind
erben; und der Narr wird zum Sklaven dessen, der weisen Herzens
ist. 11.30 Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens,
und der Weise gewinnt Menschen fuer sich. 11.31 Wenn dem
Gerechten auf Erden vergolten wird, wieviel mehr dem Gottlosen
und Suender! | | |
| | 12 | 12.1 Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis; und wer Ermahnung
hasst, ist dumm. 12.2 Der Gute erlangt Wohlgefallen von dem
HERRN, aber den Raenkeschmied spricht er schuldig. 12.3 Keinen
Bestand hat ein Mensch durch Gottlosigkeit, aber die Wurzel der
Gerechten wird nicht ins Wanken gebracht. 12.4 Eine tuechtige
Frau ist die Krone ihres Mannes, aber wie Wurmfrass in seinen
Knochen ist eine schandbare. 12.5 Die Gedanken der Gerechten
sind Recht, die Ueberlegungen der Gottlosen sind Betrug. 12.6
Die Worte der Gottlosen sind ein Lauern auf Blut; aber der Mund
der Aufrichtigen rettet sie. 12.7 Es stuerzen die Gottlosen,
und sie sind nicht mehr; aber das Haus der Gerechten bleibt
stehen. 12.8 Gemaess seiner Einsicht wird ein Mann gelobt; wer
aber verkehrten Herzens ist, verfaellt der Verachtung. 12.9
Besser, wer gering geachtet ist, aber einen Knecht hat, als wer
vornehm tut, aber Mangel an Brot hat. 12.10 Der Gerechte
kuemmert sich um das Wohlergehen seines Viehes, aber das Herz der
Gottlosen ist grausam. 12.11 Wer sein Ackerland bebaut, wird
sich satt essen koennen an Brot; wer aber nichtigen Dingen
nachjagt, ist ohne Verstand. 12.12 Den Gottlosen geluestet nach
dem Fang boeser Dinge, aber die Wurzel der Gerechten bleibt
bestaendig. 12.13 Im Vergehen der Lippen ist ein boeser
Fallstrick, aber der Gerechte entkommt der Bedraengnis. 12.14
Von der Frucht seines Mundes kann man sich satt essen an Gutem,
und das Tun der Haende eines Menschen kehrt zu ihm zurueck.
12.15 Der Weg des Narren erscheint in seinen [eigenen] Augen
recht, der Weise aber hoert auf Rat. 12.16 Der Narr - sein
Unmut tut sich an demselben Tag [noch] kund, wer aber die
Schmach verborgen haelt, ist klug. 12.17 Wer die Wahrheit
spricht, bringt Rechtes vor, ein falscher Zeuge hingegen [nur]
Betrug. 12.18 Da ist ein Schwaetzer, [dessen Worte sind]
Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung. 12.19
Die wahrhaftige Lippe besteht fuer immer, aber nur einen
Augenblick lang die luegnerische Zunge. 12.20 Betrug ist im
Herzen derer, die Boeses schmieden; bei denen aber, die zum
Frieden raten, ist Freude. 12.21 Keinerlei Unheil wird dem
Gerechten widerfahren, aber die Gottlosen sind voller Unglueck.
12.22 Ein Greuel fuer den HERRN sind Lippen, die luegen; wer
aber Treue uebt, hat sein Wohlgefallen. 12.23 Ein kluger Mensch
haelt [seine] Erkenntnis verborgen, aber das Herz der Toren
schreit Narrheit hinaus. 12.24 Die Hand der Fleissigen wird
herrschen, aber die laessige [Hand] muss Zwangsarbeit tun. 12.25
Kummer im Herzen des Mannes drueckt es nieder, aber ein gutes
Wort erfreut es. 12.26 Der Gerechte erspaeht seine Weide, aber
der Weg der Gottlosen fuehrt sie in die Irre. 12.27 Nicht
erjagt die Laessigkeit ihr Wild; aber kostbarer Besitz eines
Menschen ist es, wenn er fleissig ist. 12.28 Auf dem Pfad der
Gerechtigkeit ist Leben, aber der Weg der Rachsuechtigen [fuehrt]
zum Tod. | | |
| | 13 | 13.1 Ein weiser Sohn laesst sich vom Vater zurechtweisen, aber
ein Spoetter hoert nicht auf Zurechtweisung. 13.2 Man kann von
der Frucht seines Mundes Gutes essen, aber die Begierde der
Treulosen ist Gewalttat. 13.3 Wer seinen Mund behuetet, bewahrt
sein Leben; wer seine Lippen aufreisst, dem [droht] Verderben.
13.4 Gierig ist die Seele des Faulen, doch ist nichts da; aber
die Seele der Fleissigen wird reichlich gesaettigt. 13.5 Der
Gerechte hasst Luegenrede, aber der Gottlose handelt schaendlich
und schmaehlich. 13.6 Die Gerechtigkeit behuetet die
Vollkommenheit des Wandels, aber die Gottlosen bringt die Suende
zu Fall. 13.7 Da ist einer, der sich reich stellt, und hat gar
nichts, [und] einer, der sich arm stellt, und hat doch viel
Besitz. 13.8 Loesegeld fuer das Leben eines Mannes ist sein
Reichtum, aber der Arme hoert keine Drohung. 13.9 Das Licht der
Gerechten brennt froehlich, aber die Leuchte der Gottlosen
erlischt. 13.10 Durch Uebermut gibt es nur Zank; bei denen
aber, die sich raten lassen, Weisheit. 13.11 Schnell
erworbener Besitz wird [schnell] weniger; wer aber haendeweise
sammelt, vermehrt [ihn]. 13.12 Hingezogene Hoffnung macht das
Herz krank, aber ein eingetroffener Wunsch ist ein Baum des
Lebens. 13.13 Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfaendet;
wer aber das Gebot fuerchtet, dem wird vergolten. 13.14 Die
Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen
den Fallen des Todes. 13.15 Gute Einsicht verschafft Gunst,
aber der Weg der Treulosen ist ihr Unglueck. 13.16 Jeder Kluge
handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit aus. 13.17
Ein gottloser Bote stuerzt ins Unglueck, aber ein treuer Gesandter
ist Heilung. 13.18 Armut und Schande dem, der Zuechtigung
unbeachtet laesst; wer aber Zurechtweisung beachtet, wird geehrt.
13.19 Ein erfuellter Wunsch erquickt die Seele, aber ein Greuel
ist es den Toren, vom Boesen zu weichen. 13.20 Wer mit Weisen
umgeht, wird weise; aber wer sich mit Toren einlaesst, dem wird es
schlechtgehen. 13.21 Unheil verfolgt die Suender, aber Glueck
belohnt die Gerechten. 13.22 Der Gute vererbt auf
Kindeskinder, aber das Vermoegen des Suenders wird aufbewahrt fuer
den Gerechten. 13.23 Reichlich Nahrung [bringt] der Neubruch
der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht. 13.24
Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; aber wer ihn liebhat,
zuechtigt ihn beizeiten. 13.25 Der Gerechte hat zu essen bis
zur Saettigung seiner Seele, aber der Leib der Gottlosen bleibt
leer. | | |
| | 14 | 14.1 Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit
reisst es mit eigenen Haenden nieder. 14.2 Wer in seiner
Geradheit lebt, fuerchtet den HERRN; wer aber in seinen Wegen
verkehrt ist, verachtet ihn. 14.3 Im Mund des Narren ist eine
Rute fuer den Hochmut; aber die Lippen der Weisen bewahren sie.
14.4 Wo keine Rinder sind, ist die Krippe leer, doch [kommt]
reichlicher Ertrag durch die Kraft des Stieres. 14.5 Ein
treuer Zeuge luegt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt Luegen
vor. 14.6 Der Spoetter sucht Weisheit, doch sie ist nicht da;
aber fuer den Verstaendigen ist Erkenntnis ein Leichtes. 14.7
Tritt einem toerichten Mann gegenueber, und du wirst keine
verstaendigen Lippen kennenlernen. 14.8 Die Weisheit des Klugen
ist es, seinen Weg zu begreifen, aber die Narrheit der Toren ist
Taeuschung. 14.9 Schuld macht Narren frech, aber unter den
Aufrichtigen ist Wohlgefallen. 14.10 Das Herz kennt sein
eigenes Leid, und kein Fremder kann sich in seine Freude
mischen. 14.11 Das Haus der Gottlosen wird ausgetilgt, aber
das Zelt der Aufrichtigen blueht auf. 14.12 Da ist ein Weg, der
einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des
Todes. 14.13 Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer haben, und
zuletzt [wird aus] Freude Traurigkeit. 14.14 Von seinen Wegen
wird satt, wer abtruennigen Herzens ist, und von dem, was in ihm
ist, [wird satt] der gute Mann. 14.15 Der Einfaeltige glaubt
jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt. 14.16
Der Weise fuerchtet sich und meidet das Boese, aber der Tor braust
auf und fuehlt sich sicher. 14.17 Der Jaehzornige begeht
Narrheit, und der Raenkeschmied wird gehasst. 14.18 Die
Einfaeltigen erben Narrheit, die Klugen aber werden mit
Erkenntnis gekroent. 14.19 Die Boesen muessen sich niederbeugen
vor den Guten und die Gottlosen an den Tueren des Gerechten.
14.20 Selbst seinem Naechsten ist der Arme verhasst, aber die
Freunde des Reichen sind zahlreich. 14.21 Wer seinem Naechsten
Verachtung zeigt, suendigt; aber wohl dem, der sich ueber die
Elenden erbarmt! 14.22 Gehen nicht irre [alle], die Boeses
schmieden? Aber Gnade und Treue [erfahren die], die Gutes
schmieden. 14.23 Bei jeder Muehe ist Gewinn, aber blosses Gerede
[fuehrt] nur zum Mangel. 14.24 Die Krone der Weisen ist ihr
Reichtum; die Narrheit der Toren ist [nur] Narrheit. 14.25 Ein
wahrhaftiger Zeuge ist Lebensretter; wer aber Luegen vorbringt,
ist [lauter] Betrug. 14.26 In der Furcht des HERRN [liegt] ein
starkes Vertrauen, auch seine Kinder haben eine Zuflucht.
14.27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, um die
Fallen des Todes zu meiden. 14.28 In der Menge des Volkes
[besteht] die Herrlichkeit eines Koenigs, aber durch Mangel an
Leuten [kommt] der Untergang eines Fuersten. 14.29 Der
Langmuetige ist reich an Verstaendnis, aber der Jaehzornige traegt
Narrheit davon. 14.30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes
Leben, aber Wurmfrass in den Knochen ist die Leidenschaft.
14.31 Wer den Geringen unterdrueckt, verhoehnt den, der ihn
gemacht hat; aber ihn ehrt, wer sich ueber den Armen erbarmt.
14.32In seinem Unglueck wird der Gottlose umgestossen, aber der
Gerechte ist [noch] in seinem Tode geborgen. 14.33 Im Herzen
des Verstaendigen ruht die Weisheit, aber unter den Toren
schwitzt sie. 14.34 Gerechtigkeit erhoeht eine Nation, aber
Suende ist die Schande der Voelker. 14.35 Des Koenigs
Wohlgefallen wird dem klugen Knecht [zuteil]; aber den
schandbaren trifft sein Zorn. | | |
| | 15 | 15.1 Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kraenkendes
Wort erregt Zorn. 15.2 Die Zunge der Weisen foerdert
Erkenntnis, aber der Mund der Toren laesst Narrheit sprudeln.
15.3 Die Augen des HERRN sind an jedem Ort und schauen aus auf
Boese und auf Gute. 15.4 Gelassenheit der Zunge ist ein Baum
des Lebens, aber Falschheit in ihr ist Zerbruch des Geistes.
15.5 Ein Narr verschmaeht die Zucht seines Vaters; wer aber die
Zurechtweisung beachtet, ist klug. 15.6 Im Haus des Gerechten
ist reichlich Vorrat; aber das Einkommen des Gottlosen ist
Zerruettung. 15.7 Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus,
aber das Herz der Toren Unrecht. 15.8 Das Opfer der Gottlosen
ist ein Greuel fuer den HERRN, aber das Gebet der Aufrichtigen
sein Wohlgefallen. 15.9 Ein Greuel fuer den HERRN ist der Weg
des Gottlosen; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt
er. 15.10 Schlimme Zuechtigung fuer den, der den Pfad verlaesst;
wer Zurechtweisung hasst, muss sterben. 15.11 Scheol und Abgrund
[liegen offen] vor dem HERRN, wieviel mehr die Herzen der
Menschenkinder! 15.12 Der Spoetter liebt es nicht, dass man ihn
zurechtweist; zu den Weisen geht er nicht. 15.13 Ein
froehliches Herz macht das Gesicht heiter; aber beim Kummer des
Herzens ist der Geist niedergeschlagen. 15.14 Das Herz des
Verstaendigen sucht Erkenntnis, aber der Mund der Toren weidet
sich an Narrheit. 15.15 Alle Tage des Elenden sind schlecht,
aber ein froehliches Herz [hat] ein staendiges Festmahl. 15.16
Besser wenig in der Furcht des HERRN als ein grosser Schatz und
Unruhe dabei. 15.17 Besser ein Gericht Gemuese, und Liebe ist
da, als ein gemaesteter Ochse und Hass dabei. 15.18 Ein hitziger
Mann erregt Zank, aber ein Langmuetiger beschwichtigt den
Rechtsstreit. 15.19 Der Weg des Faulen ist wie eine
Dornenhecke, aber der Pfad der Aufrichtigen ist gebahnt. 15.20
Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein toerichter Mensch
verachtet seine Mutter. 15.21 Narrheit ist dem Unverstaendigen
Freude, aber ein verstaendiger Mann geht den geraden Weg. 15.22
Plaene scheitern, wo keine Besprechung ist; wo aber viele
Ratgeber sind, kommt etwas zustande. 15.23 Ein Mann hat Freude
an der [treffenden] Antwort seines Mundes, und ein Wort zu
seiner Zeit, wie gut! 15.24 Der Weg des Lebens [geht] fuer den
Einsichtigen nach oben, damit er dem Scheol unten entgeht.
15.25 Das Haus der Hochmuetigen reisst der HERR nieder, aber er
legt fest die Grenze der Witwe. 15.26 Ein Greuel fuer den HERRN
sind die Anschlaege des Boesen, aber rein [vor ihm] sind
freundliche Worte. 15.27 Sein Haus zerruettet, wer unrechten
Gewinn macht; wer aber [Bestechungs]geschenke hasst, wird leben.
15.28 Das Herz des Gerechten ueberlegt, was zu antworten ist;
aber der Mund der Gottlosen laesst Bosheiten sprudeln. 15.29
Fern ist der HERR von den Gottlosen, aber das Gebet der
Gerechten hoert er. 15.30 Leuchten der Augen erfreut das Herz;
eine gute Nachricht erquickt das Gebein. 15.31 Ein Ohr, das
auf heilsame Mahnung hoert, wird inmitten der Weisen bleiben.
15.32 Wer Zucht fahren laesst, verachtet sich selbst; wer aber
auf Zurechtweisung hoert, erwirbt Verstand. 15.33 Die Furcht
des HERRN ist Zucht zur Weisheit, und der Ehre geht Demut voran. | | |
| | 16 | 16.1 Beim Menschen sind die Ueberlegungen des Herzens, aber vom
HERRN [kommt] die Antwort der Zunge. 16.2 Alle Wege eines
Mannes sind lauter in seinen Augen, aber der die Geister prueft,
ist der HERR. 16.3 Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine
Gedanken werden zustande kommen. 16.4 Alles hat der HERR zu
seinem Zweck gemacht, so auch den Gottlosen fuer den Tag des
Ungluecks. 16.5 Ein Greuel fuer den HERRN ist jeder Hochmuetige.
Die Hand darauf! Er bleibt nicht ungestraft. 16.6 Durch Guete
und Treue wird Schuld gesuehnt, und durch die Furcht des HERRN
weicht man vom Boesen. 16.7 Wenn der HERR an den Wegen eines
Mannes Wohlgefallen hat, laesst er selbst seine Feinde mit ihm
Frieden machen. 16.8 Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel
Einkommen mit Unrecht. 16.9 Das Herz des Menschen plant seinen
Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte. 16.10 Orakelspruch
ist auf den Lippen des Koenigs; beim Rechtsspruch redet sein Mund
nicht treulos. 16.11 Waagbalken und rechte Waagschalen sind
[Sache] des HERRN; sein Werk sind alle Gewichtsteine im Beutel.
16.12 Ein Greuel ist fuer Koenige gottloses Tun; denn durch
Gerechtigkeit steht ein Thron fest. 16.13 Das Wohlgefallen des
Koenigs [finden] gerechte Lippen; und wer aufrichtig redet, den
liebt er. 16.14 Der Zorn des Koenigs ist ein Todesbote; aber
ein weiser Mann wendet ihn ab. 16.15 Im Leuchten des
Angesichts eines Koenigs ist Leben, und sein Wohlgefallen ist wie
eine Wolke des Spaetregens. 16.16 Weisheit erwerben - wieviel
besser ist es als Gold! Und Verstaendnis erwerben ist
vorzueglicher als Silber! 16.17 Die Strasse der Aufrichtigen
ist, vom Boesen zu weichen; der bewahrt sein Leben, der auf
seinen Weg achthat. 16.18 Vor dem Verderben [kommt] Stolz, und
Hochmut vor dem Fall. 16.19 Besser, bescheiden sein mit
Demuetigen, als Beute teilen mit Hochmuetigen. 16.20 Wer auf das
Wort achtet, findet Gutes, und gluecklich der, der dem HERRN
vertraut! 16.21 Wer weisen Herzens ist, wird ein Verstaendiger
genannt; und Anmut der Sprache foerdert das Lehren. 16.22 Eine
Quelle des Lebens ist Einsicht fuer ihre Besitzer, aber die
Zuechtigung der Narren ist [ihre] Narrheit. 16.23 Das Herz des
Weisen gibt seinem Mund Einsicht und foerdert auf seinen Lippen
das Lehren. 16.24 Freundliche Worte sind Honig, Suesses fuer die
Seele und Heilung fuer das Gebein. 16.25 Da ist ein Weg, der
einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des
Todes. 16.26 Der Hunger des Arbeiters arbeitet fuer ihn, denn
sein Mund spornt ihn an. 16.27 Ein ruchloser Mann graebt
Unheil, und auf seinen Lippen ist es wie sengendes Feuer.
16.28 Ein Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein
Ohrenblaeser entzweit Vertraute. 16.29 Ein Mann der Gewalttat
verlockt seinen Naechsten und fuehrt ihn auf einen Weg, der nicht
gut ist. 16.30 Wer seine Augen zukneift, [tut es], um
Falschheit zu ersinnen; wer seine Lippen zusammenkneift, hat das
Boese [schon] fertig. 16.31 Das graue Haar ist eine praechtige
Krone, auf dem Weg der Gerechtigkeit findet man sie. 16.32
Besser ein Langmuetiger als ein Held, und besser, wer seinen
Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert. 16.33 Im
Gewandbausch schuettelt man das Los, aber all seine Entscheidung
kommt vom HERRN. | | |
| | 17 | 17.1 Besser ein trockener Bissen und Ruhe dabei als ein Haus
voller Festspeisen, aber Streit dabei. 217. Ein verstaendiger
Knecht wird Herr ueber einen schandbaren Sohn, und mitten unter
den Bruedern wird er die Erbschaft teilen. 17.3 Der
Schmelztiegel fuer das Silber und der Ofen fuer das Gold; aber ein
Pruefer der Herzen ist der HERR. 17.4 Ein Uebeltaeter hoert auf
die Lippe des Unheils, ein Luegner schenkt Gehoer der Zunge des
Verderbens. 17.5 Wer den Armen verspottet, verhoehnt den, der
ihn gemacht hat; wer sich ueber Unglueck freut, bleibt nicht
ungestraft. 17.6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und
der Kinder Schmuck sind ihre Vaeter. 17.7 Zu einem Toerichten
passt ueberragende Rede nicht; wieviel weniger zu einem Edlen
luegnerische Rede! 17.8 Ein Zauberstein ist die Bestechung in
den Augen ihres Gebers; wohin er sich wendet, hat er Erfolg.
17.9 Wer Vergehen zudeckt, strebt nach Liebe; wer aber eine
Sache [immer wieder] aufruehrt, entzweit Vertraute. 17.10
Zurechtweisung dringt bei einem Verstaendigen tiefer ein als
hundert Schlaege bei einem Toren. 17.11 Nur Aufruhr sucht der
Boese; aber ein grausamer Bote wird gegen ihn gesandt. 17.12
Mag einem eine Baerin, die der Jungen beraubt ist, begegnen,
nicht aber ein Tor in seiner Narrheit! 17.13 Wer Gutes mit
Boesem vergilt, von dessen Haus wird das Boese nicht weichen.
17.14 [Wie] einer, der Wasser entfesselt, [so] ist der Anfang
eines Streites; bevor also der Rechtsstreit losbricht, lass ab!
17.15 Wer den Schuldigen gerecht spricht und wer den Gerechten
fuer schuldig erklaert - ein Greuel fuer den HERRN sind sie alle
beide. 17.16 Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit
zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt? 17.17 Ein Freund
liebt zu jeder Zeit, und als Bruder fuer die Not wird er geboren.
17.18 Ein Mensch ohne Verstand ist, wer Handschlag gibt, wer
Buergschaft leistet gegenueber seinem Naechsten. 17.19 Wer Zank
liebt, liebt Vergehen; wer seine Tuer hoch macht, sucht Bruch.
17.20 Wer verschlagenen Herzens ist, findet kein Glueck; und
wer sich mit seiner Zunge windet, faellt ins Unglueck. 17.21 Wer
einen Toren zeugt, dem [bringt es] Kummer, und keine Freude hat
der Vater eines Narren. 17.22 Ein froehliches Herz bringt gute
Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist doerrt das Gebein
aus. 17.23 Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Gottlose
an, um die Pfade des Rechts zu beugen. 17.34 Der Verstaendige
[hat] die Weisheit vor dem Angesicht, aber die Augen des Toren
sind am Ende der Erde. 17.25 Ein toerichter Sohn [bedeutet] fuer
seinen Vater Verdruss und Bitternis fuer die, die ihn geboren hat.
17.26 Schon Geldstrafe fuer den Gerechten ist nicht gut, [aber]
Edle zu schlagen, ist gegen das Recht. 17.27 Wer seine Worte
zuegelt, besitzt Erkenntnis; und wer kuehlen Geist [bewahrt], ist
ein verstaendiger Mann. 17.28 Auch ein Narr, wenn er schweigt,
kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschliesst, als
verstaendig. | | |
| | 18 | 18.1 Wer sich absondert, sucht [sein] Begehren, gegen alle
Umsicht platzt er los. 18.2 Kein Gefallen hat der Tor an
Einsicht, sondern nur an der Entbloessung seines Herzens. 18.3
Kommt ein Gottloser, kommt auch Verachtung und mit der Schandtat
die Schmach. 18.4 Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Mund
eines Mannes, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit.
18.5 Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen anzusehen, um
den Gerechten abzuweisen im Gericht. 18.6 Die Lippen des Toren
kommen an mit Streit, und sein Mund schreit nach Pruegel. 18.7
Der Mund des Toren wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind
eine Falle fuer seine Seele. 18.8 Die Worte des Ohrenblaesers
sind wie Leckerbissen, sie gleiten hinab in die Kammern des
Leibes. 18.9 Wer sich auch nur laessig zeigt bei seiner Arbeit,
der ist ein Bruder des Verderbers. 18.10 Ein fester Turm ist
der Name des HERRN; zu ihm laeuft der Gerechte und ist in
Sicherheit. 18.11 Das Vermoegen des Reichen ist seine feste
Stadt und wie eine hochragende Mauer - in seiner Einbildung.
18.12 Vor dem Sturz will das Herz des Mannes hoch hinaus, aber
der Ehre geht Demut voraus. 18.13 Wer Antwort gibt, bevor er
zuhoert, dem ist es Narrheit und Schande. 18.14 Eines Mannes
Geist ertraegt seine Krankheit; aber einen niedergeschlagenen
Geist, wer richtet den auf? 18.15 Das Herz des Verstaendigen
erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis.
18.16 Das Geschenk eines Menschen schafft ihm weiten Raum, und
vor die Grossen fuehrt es ihn. 18.17 Im Recht [scheint], wer in
seiner Streitsache als erster [auftritt, bis]
sein Naechster kommt und ihn ausforscht. 18.18
Streitigkeiten beendet das Los, und zwischen Starken entscheidet
es. 18.19 Ein getaeuschter Bruder [ist unzugaenglicher] als eine
befestigte Stadt; und Streitigkeiten sind wie der Riegel einer
Burg. 18.20 Von der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein
Inneres satt, am Ertrag seiner Lippen isst er sich satt. 18.21
Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt,
wird ihre Frucht essen. 18.22 Wer eine Frau gefunden, hat
Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von dem HERRN.
18.23 Mit Flehen redet der Arme, der Reiche aber antwortet mit
Haerte. 18.24 Manche Gefaehrten schlagen sich, aber mancher
Freund ist anhaenglicher als ein Bruder. | | |
| | 19 | 19.1 Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als
einer, der verschlagene Lippen hat und der dabei ein Tor ist.
19.2 Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit
den Fuessen hastig ist, tritt fehl. 19.3 Die Narrheit des
Menschen fuehrt ihn in die Irre, aber auf den HERRN ist sein Herz
wuetend. 19.4 Reichtum verschafft immer mehr Freunde; aber der
Geringe - sein Freund trennt sich [von ihm]. 19.5 Ein falscher
Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Luegen vorbringt, wird
nicht entkommen. 19.6 Viele umschmeicheln den Edlen, und jeder
ist der [beste] Freund des freigebigen Mannes. 19.7 Alle
Brueder des Armen hassen ihn; wieviel mehr halten sich seine
Freunde von ihm fern! Er jagt Worten nach, die nichts sind.
19.8 Wer Klugheit erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht
bewahrt, wird Glueck erlangen. 19.9 Ein falscher Zeuge bleibt
nicht ungestraft, und wer Luegen vorbringt, geht zugrunde.
19.10 Wohlleben steht einem Toren nicht an, wieviel weniger
einem Sklaven, ueber Oberste zu herrschen! 19.11 Die Einsicht
eines Menschen macht ihn langmuetig, und sein Ruhm ist es, an der
Uebertretung vorueberzugehen. 19.12 Wie das Knurren eines
Jungloewen ist die Wut des Koenigs, aber wie Tau auf dem Gras ist
sein Wohlgefallen. 19.13 Verderben fuer seinen Vater ist ein
toerichter Sohn, und ein tropfendes Dach, das [einen] vertreibt,
sind die Zaenkereien einer Frau. 19.14 Haus und Habe sind ein
Erbteil der Vaeter, von dem HERRN aber ist eine einsichtsvolle
Frau. 19.15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine
laessige Seele muss hungern. 19.16 Wer das Gebot bewahrt,
bewahrt sein Leben; wer seine Wege verachtet, muss sterben.
19.17 Wer ueber den Geringen sich erbarmt, leiht dem HERRN, und
seine Wohltat wird er ihm vergelten. 19.18 Zuechtige deinen
Sohn, solange [noch] Hoffnung da ist; aber lass dich nicht dazu
hinreissen, ihn zu toeten! 19.19 Wer masslos zornig ist, muss
[seine] Geldbusse zahlen; denn greifst du auch ein, so machst du
es nur noch schlimmer. 19.20 Hoere auf [guten] Rat und nimm
Zucht an, damit du fuer die Zukunft weise wirst! 19.21 Viele
Gedanken sind im Herzen eines Mannes; aber der Ratschluss des
HERRN, er kommt zustande. 19.22 Gewinn fuer den Menschen ist
seine Mildtaetigkeit, und besser ein armer als ein verlogener
Mann. 19.23 Die Furcht des HERRN [gereicht] zum Leben; und
gesaettigt verbringt man die Nacht, wird nicht heimgesucht vom
Boesen. 19.24 Hat der Faule seine Hand in die Schuessel
gesteckt, nicht einmal zu seinem Mund bringt er sie zurueck.
19.25 Schlaegst du den Spoetter, so wird der Einfaeltige klug;
und weist man den Verstaendigen zurecht, so wird er auf
Erkenntnis achtgeben. 19.26 Wer den Vater misshandelt, die
Mutter verjagt, ist ein Sohn, der Schande und Schmach bringt.
19.27 Hoer auf, mein Sohn, Zucht anzuhoeren, um [dann] abzuirren
von den Worten der Erkenntnis! 19.28 Ein nichtswuerdiger Zeuge
verspottet das Recht, und der Mund der Gottlosen verbreitet
Unheil. 19.29 Fuer die Spoetter stehen Gerichte bereit, und
Pruegel fuer den Ruecken der Toren. | | |
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