| Jakobs Segen ueber seine Soehne - Sein Tod. | 49.1 Und Jakob rief seine Soehne und sprach: Versammelt euch,
und ich will euch verkuenden, was euch begegnen wird in kuenftigen
Tagen. 49.2 Kommt zusammen und hoert, ihr Soehne Jakobs, und
hoert auf Israel, euren Vater!
V. 3-27: Kap. 35,23-26; vgl. 5Mo 33,6-25.
49.3 Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Staerke und der
Erstling meiner Kraft! Vorrang an Hoheit und Vorrang an Macht!
49.4 Du bist uebergewallt wie die Wasser, du sollst keinen
Vorrang haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen;
da hast du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!
49.5 Die Brueder Simeon und Levi, Werkzeuge der Gewalttat sind
ihre Waffen. 49.6 Meine Seele komme nicht in ihren geheimen
Rat, meine Ehre vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn
in ihrem Zorn erschlugen sie den Mann, in ihrem Mutwillen
laehmten sie den Stier. 49.7 Verflucht sei ihr Zorn, weil er so
gewalttaetig, und ihr Grimm, weil er so grausam ist! Ich werde
sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.
49.8 Juda, du, dich werden deine Brueder preisen! Deine Hand
wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich
niederbeugen die Soehne deines Vaters. 49.9 Juda ist ein junger
Loewe; vom Raub, mein Sohn, bist du hochgekommen. Er kauert, er
lagert sich wie ein Loewe und wie eine Loewin. Wer will ihn
aufreizen? 49.10 Nicht weicht das Zepter von Juda, noch der
Herrscherstab zwischen seinen Fuessen weg, bis dass der Schilo
kommt, dem gehoert der Gehorsam der Voelker. 49.11 An den
Weinstock bindet er sein Eselsfuellen, an die Edelrebe das Junge
seiner Eselin; er waescht im Wein sein Kleid und im Blut der
Trauben sein Gewand; 49.12 die Augen sind dunkel von Wein und
weiss die Zaehne von Milch.
49.13 Sebulon wohnt an der Kueste der Meere, und an der Kueste
der Schiffe [liegt] er, seine Seite nach Sidon hin.
49.14 Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert
zwischen den Huerden. 49.15 Und als er sah, dass die Ruhe gut
und dass das Land lieblich war, da beugte er seine Schulter zum
Lasttragen und wurde zum fronpflichtigen Knecht.
49.16 Dan richtet sein Volk wie einer der Staemme Israels.
49.17 Dan ist eine Schlange am Weg, eine Hornotter am Pfad,
die in die Fersen des Pferdes beisst, und ruecklings faellt sein
Reiter.
49.18 Auf deine Rettung, HERR, harre ich!
49.19 Gad, Raeuberscharen bedraengen ihn, und er, er draengt
[ihnen nach auf der] Ferse.
49.20 Von Asser: Fettes ist sein Brot; und er, koenigliche
Leckerbissen gibt er.
49.21 Naftali ist eine fluechtige Hirschkuh; er gibt schoene
Worte.
49.22 Ein junger Fruchtbaum ist Joseph, ein junger Fruchtbaum
an der Quelle; seine Zweige ranken ueber die Mauer. 49.23 Und
es reizen ihn die Bogenschuetzen und schiessen und feinden ihn an;
49.24 aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme
seiner Haende, durch die Haende des Maechtigen Jakobs, von dort,
dem Hirten, dem Stein Israels, 49.25 von dem Gott deines
Vaters - der helfe dir - und [von] Gott, dem Allmaechtigen - der
segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der
Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brueste und des
Mutterleibes. 49.26 Die Segnungen deines Vaters ueberragen die
Segnungen der uralten Berge, das begehrenswerte [Gut] der ewigen
Huegel. Sie seien auf dem Haupt Josephs und auf dem Scheitel des
Abgesonderten unter seinen Bruedern.
49.27 Benjamin ist ein Wolf, der zerreisst; am Morgen verzehrt
er Raub, und am Abend verteilt er Beute.
49.28 Alle diese sind die zwoelf Staemme Israels, und das ist
es, was ihr Vater zu ihnen redete. Und er segnete sie, jeden
nach seinem Segen, mit dem er sie segnete. 49.29 Und er befahl
ihnen und sagte zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volk,
dann begrabt mich bei meinen Vaetern in der Hoehle, die auf dem
Feld des Hetiters Efron [liegt]; 49.30 in der Hoehle, die auf
dem Feld Machpela gegenueber von Mamre ist, im Land Kanaan, [auf]
dem Feld, das Abraham von dem Hetiter Efron zum Erbbegraebnis
gekauft hat. 49.31 Dort haben sie Abraham begraben und seine
Frau Sara; dort haben sie Isaak begraben und seine Frau Rebekka;
und dort habe ich Lea begraben. 49.32 Das Feld und die Hoehle,
die darauf ist, sind Besitz, [gekauft] von den Soehnen Het.
49.33 Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Soehnen Befehle
zu geben, zog er seine Fuesse aufs Bett herauf und verschied und
wurde zu seinen Voelkern versammelt.
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